4/29/2015

Oh là là!

Kennt ihr das, wenn man denkt, man ist so von etwas überzeugt und niiiiiemals wird sich diese Meinung ändern - und dann dreht sich alles um 180 Grad? Das passiert mir sehr selten, weil ich mir kaum eine feste Meinung über Dinge oder Menschen bilde. Hängt vielleicht damit zusammen, dass ich mich nie entscheiden kann - wie soll ich dann wissen, was mir gefällt? Außerdem geben ich allem eigentlich eine zweite Chance - außer, etwas oder jemand hat mich so sehr enttäuscht, dass die Chance kolossal verspielt wurde.

So geschehen mit Paris. Paris, Frankreich. Der Stadt. In die ich einst in einer eiskalten Silvesternacht reiste und die mir nur ihre schlimmste Seite präsentierte: Geschlossene Läden, Minusgrade, ein fieser Franzose, der mich betrunken verprügeln wollte. Bäh! Seitdem war die Stadt bei mir unten durch.

Jahre später: Zeit für einen Wochenendtrip und Paris liegt doch so nah! Das Fernweh überwog den Abscheu - dem Universum sei Dank! Die beste Ärztin der Welt und ich erwischten die letzte Woche im Jahr, in der der Sommer noch mal so richtig Comeback feierte. Wir mussten vor keiner Sehenswürdigkeit anstehen (Eiffelturm! Louvre!), entdeckten die niedlichsten Vintage-Läden und schaufelten jeden Tag köstliches Essen in uns hinein. Die Menschen waren alle samt und sonders ausnehmend nett, ihrem Ruf gerecht: Stadt der Liebe eben.

Seitdem bin ich Fan. Eine lehrreiche Erfahrung, die hoffentlich in anderen Bereichen meines Lebens Früchte trägt: Egal, wie furchtbar etwas scheint - von einem anderen Licht beleuchtet ist es vielleicht ein Segen!



Kleid - H&M
Spangen-Pumps - Deichmann
Kette - aus Paris


In diesem Outfit fühle ich mich wie eine waschechte Pariserin. Fehlt nur noch der rote Lippenstift. Verdammt! Naja. Zu spät. Elegant, klassisch und trotzdem nicht langweilig - damit kann ich meinen und den Büroalltag ebenso bewältigen. Wenn die ganzen Katzen-Haare doch nicht wären. Ach ja, das Leben mit einem Stubentiger!

Ich liebe es, mir in fremden Ländern Schmuck zu kaufen. Ich trage jeden Tag Ohrringe und Ketten und so habe ich mein Erinnerungsstück immer bei mir. So wie diese Kette mit Eiffelturm-Anhänger. Die stammt übrigens aus meinem ersten, meinem Horrorurlaub. Vielleicht ahnte ich schon damals, dass Paris und ich noch einmal Freunde werden würden. Warum sonst habe ich sie gekauft?

P.S.: Ja, da sieht man meine Jugendsünde, mein ultra-hässliches Elfen-Tattoo. Ich will es demnächst Old School covern lassen - mit Mindy... Stay tuned for more information!

4/25/2015

Da Ba Di, Da Ba Dei

Ich bin glücklich und zufrieden. Darf man das überhaupt sagen, in der heutigen Zeit, wo doch jeder irgendein Zipperlein hat, das drückt? Eigentlich gehört es doch schon zum guten Ton, mit Problemen hausieren zu gehen. Ist es obszön, wenn ich mein Glück offen zeige? Dabei gibt es noch nicht mal einen Auslöser. Oder vielleicht viele winzige, die sich zusammen gefunden haben. Ich weiß auch nicht. Aber das Wetter ist schön und meiner Katze geht es gut und ich schlafe seit dieser Woche auf einer Kaltschaummatratze mit Gelauflage und meine Wohnung ist renoviert und ich lese ein verdammt spannendes Buch... 

Ich würde am liebsten Schnurren, so wohl fühle ich mich. Und das habe ich mir auch verdient, denn natürlich ist nicht immer alles im Leben eitel Sonnenschein. Ich versuche, es zu genießen, so lange es anhält. Jetzt schon Angst vor dem nächsten Tief zu haben, das unweigerlich irgendwann kommen muss, ist dumm. Wenn ich danach gehen würde, bräuchte ich das Haus gar nicht mehr zu verlassen, denn sterben müssen wir ja alle irgendwann mal. Ich koste lieber meine schöne Zeit aus, damit ich, wenn die dunklen Wolken wieder aufziehen, etwas habe, an das ich mich erinnern kann. Und das mir zeigt, was folgen wird - denn vor dem Morgengrauen ist es immer am dunkelsten...



Kleid & Cardigan - H&M
Riemchen Sandalen - Stiefelparadies


Heute bin ich blau. Ich liebe Blau. Man könnte fast meinen, ich wäre Erudite (für alle Divergent-Fans da draußen...). Blau gilt ja auch als beruhigende Farbe und wenn ich hyperaktives Bienchen eins brauche, dann Beruhigung. Vielleicht zieht es mich deshalb so sehr zu dieser kühlen Farbe hin. 

Endlich ist wieder fließende-Kleider-Zeit. Vermutlich werde ich diesen Sommer zu 90 Prozent nur Maxi-Dresses überwerfen, denn sie sind so verdammt gemütlich, sehen Hippie aus (genau meins also) und - wenn wir mal ehrlich sind - muss man sich nicht jeden Tag die Beine rasieren, weil der Stoff fast bis auf den Boden reicht.

Dazu trage ich meine neuen Sandalen, wie schon angekündigt. Ganz schlicht, braun, zweckdienlich und schön. Was anderes kommt mir sommertechnisch nicht an die Füße, alles andere finde ich prätentiös und hässlich. Komisch eigentlich. Normalerweise mag ich alle Arten von Bling-Bling und Verzierungen. Aber nicht auf den Füßen! NIEMALS auf den Füßen!
Wie ist das bei euch? Welchen Mode-Trend würdet ihr niemals mitmachen, auch, wenn jeder Andere vollends begeistert davon ist?

4/20/2015

Sonne sehen

Da bin ich wieder. Habt ihr mich schon vermisst? Ich war richtig, richtig krank. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr. Ich habe meine Grippe einfach nicht auskuriert, bin immer schnell schnell wieder Arbeiten gegangen und habe alle Symptome mit Mittelchen und Säftchen unterdrückt. Und mein Fieber letzte Woche war das Ergebnis.

Deshalb habe ich mich selbst dazu gezwungen, nichts zu tun. Eine ganze Woche. Nur liegen, fernsehen, lesen (Kennt ihr die "Divergent" und die "Maze Runner"-Reihen? Ich bin jetzt großer Fan!). Ja, es hat gut getan. Aber ich bin auch fast wahnsinnig geworden. Was mein zehn Jahre jüngeres Selbst wohl nicht verstehen würde. Denn früher gab es für mich nichts Tolleres, als den ganzen Tag im Bett zu liegen. Ich war grundfaul. Und hätte gedacht, dass ich mich in dieser Hinsicht nicht viel verändern würde. Schließlich ist das ja schon so was wie ein fest verankerter Charakterzug. Aber siehe da: Ich kann nicht mehr faul sein. Es gibt so viele Dinge, die gemacht werden müssen, so viele Texte geschrieben, so viele Freunde getroffen, so viele Aufgaben, die sich nicht von selbst erledigen. Und wisst ihr was: Es ist mir keine Last, sondern macht mir richtig Spaß!

Es ist faszinierend, wie viele kleine Veränderungen sich im Laufe des Älterwerdens so einschleichen. Man bemerkt sie erst, wenn sich eine konkrete Situation ergibt, die damit zusammen hängende Fertigkeiten erfordert. Genauso bleibt manches auch auf der Strecke. Erst neulich fiel mir auf, dass ich schon sehr lange nicht mehr Gitarre gespielt habe, und das liebe ich eigentlich sehr. Aber das ist ja das schöne am freien Willen: Nichts hindert mich daran, es wieder aufzunehmen. Man muss sich nur klar werden, was man will. Dann sollte man aber auch die Veränderungen annehmen, ohne ihnen hinterher zu trauern. Ich bin eben nun nicht mehr die Person, die nachmittags stundenlang schlafen kann. Einerseits traurig, aber andererseits gibt es so viel zu entdecken, dass ich darüber sehr glücklich bin. Die Vergangenheit ist vergangen und ich war ein anderer Mensch. Und ist das nicht auch ein aufregender Gedanke für die Zukunft? Wer weiß, wie ich in zehn Jahren sein werde?

Und ihr? Habt ihr auch neue Charakterzüge an euch entdeckt, die sich im Laufe der Zeit eingeschlichen haben?


  Rock & Strickjacke - Vintage
Ketten - Kurafuchi
Alles andere - Primark


Man sieht mir die Krankheit noch an, aber ich wollte euch mein erstes sommerliches Outfit nicht vorenthalten. Den Rock habe ich schon seit Ewigkeiten, gekauft in einem Vintage-Shop in Berlin. Eigentlich einen Ticken kurz, aber mit Leggins geht das. Ich darf mich nur nich bücken. Warum ich den Rock auch noch liebe: Er ist aus Cord. Cord kann nicht schlecht sein.

Unter dem weiten, grauen Shirt trage ich ein Bustier mit einem Tigerkopf. Aus nachvollziehbaren Gründen zeige ich es hier jetzt nicht ganz, aber ich mag, dass man es durch leicht durchsichtige Stoffe durch sieht. Das gibt dem ganzen Outfit noch einen speziellen Touch. Ansonsten trage ich es gern zum Sport.

Und die Ballerinas natürlich nicht zu vergessen: Es ist wieder Ballerina-Zeit! Wobei es für mich ziemlich schwierig ist, welche zu finden, da die meisten diese hässlichen Schleifen oben drauf haben. Ich bin doch keine zehn Jahre alt!

4/13/2015

Ronja Räubertochter

Da rede ich immer über's Reisen und irgendwie zeige ich euch kaum Bilder, richtig? Das sollte sich ändern. Schottland kennt ihr ja bereits. Amsterdam müsste euch noch im Gedächtnis sein. Auch von Mallorca aus habe ich euch mit Fotos versorgt. Jetzt möchte ich Stockholm präsentieren - eine meiner absoluten Lieblingsstädte! 

Die Menschen sind ultracool, die Vintage-Shops zahlreich und zu Fuß kann ich eigentlich alles erreichen. Stockholm ist eine Reise wert - auch bei Minusgraden, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Ich sage es euch: Ich hatte drei Schichten Kleidung an und habe trotzdem noch geklappert wie ein junges Fohlen!

Zum Verständnis: Die einzelnen Stadteile im zentralen Stockholm erreicht man über verschiedene Brücken. In der Mitte liegt die zauberhafte Altstadt Gamla Stan, eine winzige Insel, die man in einer halben Fußstunde umrundet hat (hier findet ihr unter anderem das Schloss, Touri-Shops und süße Cafés.). Im Norden davon befindet sich der Hauptbahnhof, im Nordosten Djurgarden (Tierpark- und Freilichtmuseum Skansen und verschiedene Museen), im Süden zieht die Stadt dann plötzlich einen Berg hinauf, auf dem man shoppen, shoppen, shoppen kann, und im Nordwesten befindet sich das Bankenviertel mit dem Rathaus auf Kungsholmen. 




Den Gipfel Södermals erreiche ich zu Fuß oder mit einem Aufzug. Auf der Spitze angekommen betrete ich fast sofort den Platz Mosebacke. Hier tobt die Theaterszene, und im Sommer wird immer lange und laut auch draußen gefeiert. Im Winter war es ein biiiiischen verlassen, aber trotzdem wunderschön und elegant. 


Ein Blick auf das Stockholmer Schloss, Kungliga slottet, wie Carl Gustaf sagen würde. Die Wachablösung ist auf jeden Fall einen Blick wert und auch einen Rundgang solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Carl Philip hab' ich leider nicht gesehen...



Stockholms Stadshuset, das Rathaus - eindrucksvoll, oder? Hier findet jedes Jahr das Bankett zur Verleihung des Nobelpreises statt.




Ungeschminkt, fix und fertig, eingefroren, ungekämmt und glücklich!




Im Freilichtmuseum und Tierpark Skansen habe ich einen ganzen Tag verbracht. Hier kann ich nicht nur lokale Tierarten beobachten, sondern auch hautnah erleben, wie die Schweden in früheren Zeiten gelebt haben. Ein Muss für jeden Stockholm-Besuch.







Jedes Gebäude auf Gamla Stan ist ein Foto wert. An jeder Straßenecke gibt es varm korv, Hotdogs, sehr typisch für Stockholm und meeeega lecker. Außerdem Stockbrot und Fisch und süße Stäbchen und und und... In Stockholm kann ich mich vollfuttern!



4/11/2015

Coachella in the city

Oh ja, gestern startete das Coachella-Festival. Normalerweise würde ich grün vor Neid alle fünf Minuten Instagram checken und mich ärgern, dass ich nicht in Fransenweste und mit Herz-Sonnebrille durch die kalifornische Wüste tanze. Aber da seit dieser Woche selbst westküstenähnliche Zustände im sonnigen und mollig warmen Köln herrschen, bin ich nicht ganz so angefressen. Einfach die Anlage aufgedreht und auf dem Balkon rumgesprungen. Lärmbelästigender als mein anonymer Nachbar, der seit Tagen die Tonleiter auf der Gitarre übt, ist das auch nicht. Und billiger als Coachella alle mal. 

Das erste Mal Bikini habe ich bereits hinter mir. Wie immer meide ich gezielt die direkte Sonne, weil ich nichts schöner finde als weiße Haut zu roten Haaren. Weiß auch nicht, warum immer wieder Menschen mit milchweißer Haut gehänselt werden. Schaut euch mal Nicole Kidman an! Die ist Perfektion und trägt auf jedem Strandbild einen dicken, fetten Sonnehut. Ein weiteres Plus: Ich beuge der Hautalterung und Haarausbleichung vor. Und dem Hautkrebs. Der ist nämlich nicht zu unterschätzen. Schon eine halbe Stunde in der prallen Mittagshitze und man ist gefährdet. Das geht jetzt an euch, Vertreter der Meinung: "Was mal rot war, wird irgendwann auch braun!" Nur, weil ihr die Gefahr nicht seht, heißt das nicht, dass sie nicht präsent ist. Ich konnte aus erster Hand beobachten, wie schlimm Hautkrebs ist, und das wollt ihr nicht. 

Denkt an meine Worte: Immer schön mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen, nicht zu lange in die Sonne und am besten nur mit Hut. Euer Körper wird es euch danken. Braun werdet ihr auch im Schatten, nur langsamer und viel schonender.


 Kleid - ZARA
Jacke - Sheinside
Nagellack Where's my chauffeur? - Essie


Wenn ich nicht nach Coachella komme, kommt Coachella eben zu mir. Das hier ist meine Urban Interpretation des Festival-Looks, die sowohl berufs- als auch freizeittauglich ist. Nicht ganz walle, walle, ohne Blumenkranz oder Herzen-Brille, dafür eher 70er und frühlingslastig. Sogar mein Nagellack erstrahlt in einem minzigen Ton, der exakt zu meinen Ketten passt.

Dieses mein schönes Kleid kennt ihr vielleicht noch aus meinem Mallorca-Post. Getragen habt ihr es aber noch nie gesehen. Für mein persönliches "Könnte jetzt gleich meine Pobacke zu sehen sein?"-Angstfühl ist es eigentlich einen Ticken zu kurz. Aber wenn ich weiß, dass es windstill ist und ich mich nicht bücken muss, trage ich es gern. Über eine Leggins im Frühling oder im Herbst geht es jedenfalls immer. Warum fühlt man sich eigentlich in Leggins "angezogener" als in Strumpfhose? 

Warum ich mir so damenhaft die Brust halte? Ich habe mir heute natürlich, ganz Schussel der ich bin, den Kaffee direkt über mein weißes Kleid gekippt. Typisch. Sobald ich etwas Weißes trage und bunte Flüssigkeiten im Spiel sind, wirkt meine geheime Superkraft. Nicht alle Superkräfte sind wirklich super. Kann ja nicht jeder von uns Gedankenlesen oder Fliegen können...

Ansonsten kombiniere ich das Kleid heute mit meinen Paris-Stiefelletten, die ich euch schon tausendmal gezeigt habe, deshalb heute mal nicht. Ich wusste nämlich nicht, wie warm es werden würde. Ansonsten hätte ich mich für meine neuen Sandalen entschieden. Ein Tragebild folgt selbstverständlich die Tage. Aber erwartet nicht zu viel von mir: Da ich bekanntermaßen Sandalen grundsätzlich hässlich finde, kaufe ich mir immer nur das Standart-Modell mit Riemen in Braun, das mir gefällt, nur jedes Jahr eben in verschiedenen Variationen. Wie sieht das bei euch aus? Mögt ihr die sommerlichen Fußbedeckungen, die in diesem Jahr im Angebot sind? Und wenn ja, welche?

4/09/2015

Große Erwartungen

Was habe ich nicht schon alles geplant? Drei Monate New York. Eine Familie mit fünf Kindern. Ein Leben als Sozialarbeiterin. Den Stall voller Hunde. Doch im Leben gibt es nur eine Gewissheit: Dass es keine Gewissheit gibt. Und so kam alles ganz, ganz anders. 

Das heißt nicht, dass ich selten durchziehe, was ich mir vornehme. Sondern, dass mir das Leben dazwischen gekommen ist. Im Endeffekt muss ich aber sagen, dass alles so geschehen ist, wie es geschehen sollte. Wäre meine Vergangenheit nicht genau so abgelaufen, wäre ich jetzt nicht hier: Exakt dort, wo ich sein soll. Oder wo ich zumindest glücklich und zufrieden bin, meistens (wer non-stop glücklich und zufrieden ist, ist mir supekt...).

Inzwischen bin ich auch in einem Alter, in dem es wahrscheinlicher ist, dass meine Pläne aufgehen. Viel verändern wird sich nicht mehr (außer den Veränderungen, die ich sowieso nicht steuern kann - Liebe, Tod, Krankheiten, eben höhere Gewalt.). Deshalb gibt es einen kleinen Teil meines Hirns, der im Verborgenen ständig vor sich hin rattert, Ideen aufnimmt, wieder verwirft, Möglichkeiten berechnet: Wie soll meine Zukunft aussehen? 

Immer mehr macht sich in mir die Sehnsucht nach einem Abenteuer breit. Etwas zu erleben, das alle meine Pläne noch einmal durcheinander wirbelt, die Karten neu verteilt. Wenn nicht jetzt, wann dann? Am liebsten würde ich sowieso alle Jobs dieser Welt ergreifen, in allen Ländern wohnen und alle Kulturen kennen lernen, die es so gibt. Aber dafür reicht meine Lebenszeit einfach nicht aus. Und meine Ersparnisse leider auch nicht. Deshalb muss ich mich beschränken. Doch auf was nur? Eine Idee hat sich schon vorgeformt. Aber lasst mich noch ein bisschen darauf rumüberlegen, bevor ich sie enthülle... Wie seht ihr das? Würdet ihr euer Leben auch gerne ständig umkrempeln, weil ihr neugierig seid, oder ist das Vertraute euer Freund?


Statement-Kette - Zara
Oberteil - H&M
Rock - TK Maxx


Zwei Dinge: Erstens sehe ich auf diesen Schatten-Bildern extrem aus wie meine Oma väterlicherseits. Wie meine Oma jetzt aussieht! Was nicht so schlimm ist, denn für ihre fast 85 Jahre sieht meine Oma Bombe aus. Aber trotzdem bedenklich...

Außerdem - durch meine Liebe zu Salami-Pizza habe ich in den letzten Monaten ordentlich zugelegt. Für mich jetzt kein Problem, außer dass meine Lieblingsteile langsam zwicken. Allerdings sieht man hier überdeutlich, dass eine bestimmte Stelle meines Körpers wohl die meiste Salami abbekommen hat. Meine Güte! Wie sind die so schnell gewachsen?!

Ansonsten liebe ich meinen neuen Rock und sein Muster. Ein tolles Übergangsteil während der noch empfindlichen Temperaturen, denn er ist ziemlich dick und wärmt den Boppes.

4/07/2015

Hundekuchengut

Ich hoffe, ihr habt Ostern gut überstanden? Ich war bei meinen Eltern und wie das so immer ist: Kommt man einmal jedes Vierteljahr nach Hause, muss man die "große Runde" machen. Alle ortsansässigen Freunde werden besucht, alle Verwandten beostert - und leider bleibt die reine Entspannung auf der Stecke. Klar hat das alles Spaß gemacht und wenn ich die Wahl habe, bin ich sowieso lieber auf Achse, als irgendwo rumzuliegen. Aber langsam merke ich doch, wie der Ofen aus ist. 

Seit Weihnachten heißt es bei mir "Schaffe, Schaffe, Häusle baue" (minus das Häusle) und ich bräuchte mal wieder einen schönen, langgezogenen Urlaub in irgendeiner Stadt meiner Wahl. Leider wird es dazu wohl erst im Spätsommer kommen, wenn ich mit dem Auto meine langersehnte Tour auf die Isle of Skye mache. Bis dahin muss ich einfach noch weiter entschleunigen: Nicht nur mein "Pflichtleben", sondern auch das private. Wie war das bei euch so? Konntet ihr über die Festtage so richtig entspannen oder überlasst ihr das der Urlaubszeit?


Pullover, Leggins & Boots - Primark
Hundetasche - Anna Smith über TK Maxx
Ketten - Kurafuchi & Geschenk


Meine Schwester entdeckte diese wundervolle Hundetasche für mich beim Ostershopping und natürlich musste sie mit. Es ist eine Tasche und es ist ein Hund. 'Nough said.

Der Pullover stammt aus der Männerabteilung. Ich liebe Ärmel, die über meine Fingerspitzen gehen, was nur leider bei Frauenpullis zu selten der Fall ist. Wenn man dort übergroße Größen kauft (weil ich es gern gemütlich und sackig hab'), dann gehen die leider nur in die Breite, nie in die Länge. Bei Männerpullis muss man dafür darauf achten, dass sie logischerweise für Männerschultern und -Brust geschnitten wurden. Aber hier sieht man das nicht, finde ich. 

Die Leggins ist eine Fake-Leder-Leggins. Wollte ich die ganze Zeit schon haben, hatte ich mir auch in Amsterdam gekauft, aber leider passte diese nicht (diese dämlichen Spontankäufe ohne Anprobieren wieder...). Jetzt habe ich endlich eine passende und ich liebe sie sehr. 

Zum guten Schluss noch eine Ankündigung: Mein 3-Jahre-Blog-Giveaway endete heute. Dank der regen Beteiligung ließ ich das Los entscheiden. Gewonnen hat Mazolino! Herzlichen Glückwunsch!

4/04/2015

Blätterrauschen

Ein neuer Monat, ein neuer Vorsatz. Meine April-Resolution ist schnell gefunden: Egoistischer werden. 

Klingt erstmal negativ. Ist es aber nicht. Denn im Normalfall kann man mit mir alles machen und ich mache alles für die Menschen, die ich gern habe. Also wirklich alles. Und sogar für Menschen, die ich nicht gern habe. Weil ich gern helfe. Ich habe aber auch Angst, nicht gemocht zu werden, wenn ich mal "Nein" sage. Klingt paradox: Ich möchte sogar, dass Leute mich mögen, die ich selbst total unsympathisch finde. Und das kann ja nicht sein. Das darf nicht sein. Weil ich irgendwann mit einem Magengeschwür im Krankenhaus lande. 

Also ist jetzt Schluss. In geregelten Maßen werde ich natürlich weiterhin nett und hilfsbereit bleiben. Aber jetzt zähle erstmal ich, und dann die Anderen. Und wenn das wem nicht passt, werde ich mir dessen Worte eben nicht zu Herzen nehmen und darüber nachgrübeln, sondern denken: "Pfft!" Denn wer sich selbst am höchsten schätzt, braucht keine Anerkennung von Anderen. Und wer die nicht mehr braucht, dem sind keine Grenzen gesetzt. Oder wie seht ihr das?




Kleid - mint&berry
Fransenweste, Leggins & Haarreif - Primark
Kette - Kurafuchi
Stiefel - Vintage


Das ist eines meiner Lieblingskleider. Auch von mint&berry. Ich muss sagen, dass die Kleidung dieses Labels an mir einfach immer wie auf den Leib geschneidert sitzen. Ein weiteres Plus: Es hat einen Blätter-Druck. Kein Tierdruck, leider, aber immerhin.

Wenn schon Thema Blätter, dann auch richtig. Im Haar trage ich einen Haarreif, der den Reif aber hinten hat. So könnte ich ihn theoretisch auch unter offenem Haar verstecken und dann sähe es so aus, als schwebe das Blatt an der Seite meines Kopfes. Auf der anderen Seite befindet sich übrigens ein Perlen-Ornament. Beide Teile werden mit einem kleinen Kamm ins Haar gesteckt.

Um den Hals trage ich die passende Blätterkette von Kurafuchi, die ihr ja schon kennt. Ausnahmsweise mal kein Layer-Look, weil ich das Blätter-Thema in den Vordergrund stellen wollte.

Meine Fransenweste gibt dem ganzen einen Hippie-Touch, den ich begrüße, denn wie jeder weiß wünsche ich mir, in den Jahren von 1968 bis 1972 zu leben. Die Vintage-Stiefel aus Paris runden diesen Look ab.

4/02/2015

Entschleunigte Ostern

Schon ist der März vorbei, mein "Entschleunigungs-Monat". Was kann ich sagen? Es hat funktioniert. Ich habe explizit darauf geachtet, durchzuatmen und alles langsamer anzugehen. Jedenfalls die Situationen, auf die ich Einfluss hatte. Während dieses Prozesses habe ich mich nicht nur entspannt, sondern bin auch mal wieder zum intensiven Nachdenken gekommen. Keine "Ich muss, muss, muss, jetzt, jetzt, jetzt"-Gedanken, sondern mehr ein Sinnieren: Was will ich? Wie schaffe ich das? 

Dieses neue Selbstverständnis soll nicht mit dem Ende des Märzes wieder abgelegt werden. Die Entschleunigung wird sich hoffentlich durch den Rest meines Lebens ziehen, weil ich merke, wie gut sie mir tut. Natürlich wird es Rückfälle geben, aber der Schlüssel ist, sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Kein Mensch ist perfekt. A propos: Ich habe keinen meiner Fasten-Vorsätze durchgezogen. Ich habe getrunken, Pizza gegessen, Süßigkeiten und war Shoppen. So. Und jetzt? Nichts. Okay. Es hat sich also herausgestellt, dass ich keine Willenskraft habe. Aber ist das überhaupt repräsentativ? Schließlich ging es um nichts. Wenn von meiner Willenskraft wirklich etwas abhängen würde, sähe das vielleicht anders aus. Man weiß es nicht. Ich informiere euch, wenn es soweit ist.

Jetzt werde ich mir erstmal ein schönes, verlängertes Osterwochenende bei meinen Eltern gönnen. Ich mag Ostern ja selbst nicht, obwohl ich keine Gründe nennen könnte. Nester suchen, ja, das fand ich schön als Kind. Aber alles andere könnte ich mir schenken. Außer den freien Tagen natürlich. An denen werde ich entspannen, vornehmlich in der Badewanne, meinem liebsten Ort auf der Welt. Und um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen (Was schenke ich an Ostern? Wie entspanne ich mich richtig?) möchte ich euch einen Besuch im neuen *LUSH Store in Köln ans Herz legen. Dort durfte ich gemeinsam mit einer Hand von Bloggern und Vloggern der großen Eröffnung beiwohnen.








Wo?
LUSH Shop
Hohe Straße 108 - 110
50667 Köln
 
Besonderheiten
Der Laden ist erstens größer als die alte Version direkt gegenüber. Das finde ich super, denn üblicherweise ist es immer voll dort und so muss man sich nicht nicht quetschen, um an seine Lieblingsprodukte zu kommen oder ein bisschen zu stöbern.
Dann wurde die gesamte Inneneinrichtung aus wiederverwertetem Holz kreiert. Das erzeugt diesen Industrial-Look, auf den ich total stehe. So würde ich mein Traum-Loft einrichten, hätte ich denn eins. UND gut für die Umwelt ist es sowieso!
 
 






 


 
Was?
Wir wurden dort so herzlich begrüßt und betreut, dass ich an dieser Stelle einen ganz lieben Dank an das ganze LUSH-Team aussprechen möchte! Der Abend war ein voller Erfolg! Ein Büffett erwartete uns mit selbstgebackenem Hummingbird- und Carrot Cake (vegan und krass lecker!). Auch der Hummus- und Erdnuss-Dip war selbst gemacht, ebenfalls mega lecker und es gab sogar Ess-Veilchen. Ja, ihr habt richtig gehört, die Blumen. Dazu wurde alkoholfreier Veilchen-Sekt kredenzt.
 
Wir durften die Oster-Kollektion erleben (sehen, fühlen, riechen, nutzen). Wenn ihr noch ein schnelles Geschenk für eure Lieben oder euch selbst sucht, dann kann ich euch nur raten, noch mal ganz schnell zu LUSH zu düsen. Meine persönlichen Favoriten: Der Bubblegrub und Immaculate Eggception (beides für die Wanne). Mein Badezimmer hat noch nie so gut gerochen! Besonders genial an dem Bubblegrub - er ist voller Sheabutter. So wird die Haut zusätzlich noch gepflegt und es gibt trotzdem keinen Ölrand in der Badewanne. Von Immaculate Eggception habt ihr lange was, denn in dem riesigen Ei, an dem ich oben schnuppere, befindet sich noch mal ein kleines Badeküken.
 
Dann durften wir noch unsere eigene Gesichtsmaske herstellen. Ich sage es euch jetzt aus Erfahrung: In Catastrophe Cosmetic sind echte Blaubeeren drin. Tipp: Die Gesichtsmasken müssen immer feucht bleiben, damit sie richtig wirken.  

 





 
Besonders Interessant war der Vortrag von MinkaLab. Wenn ihr bei LUSH einen Charity Pot mit Bodylotion kauft, unterstützt ihr damit ein gemeinnütziges Projekt. 100 % des Erlöses gehen an die jeweilige Vereinigung. MinkaLab ist eine dieser Vereinigungen. Das sozio-kulturelle Projekt schlägt die Brücke zwischen Köln und Kolumbien seit fast zwei Jahren. Seht euch doch mal die Videos auf ihrer Webseite an! Nicht nur unterstützenswert - die Lotion riecht auch einfach mega gut und pflegt reichhaltig.

Ich hatte einen tollen Abend und habe nicht nur wundervolle Menschen kennengelernt und interessante Gespräche geführt, sondern natürlich auch gleich nach neuen Produkten gegeiert. Denn ich bin noch lange nicht durch das Sortiment durch - zum Glück! Hoffentlich konnte ich euch ein paar Anregungen für das kommende Osterfest geben. Ich bin dann mal weg - ich würde mich aber freuen, wenn wir uns mal in meinem Kölner Lieblingsladen treffen würden!



*Links und einige Bilder wurden mir zur Verfügung gestellt, die restlichen Bilder und der Text sind von mir.