3/31/2015

Kind in mir

Mal wieder Kind sein. Albern. Laut. Nicht darauf achten, wie andere einen wahrnehmen. Warum ist das nur möglich, wenn ich meine Familie oder meine engsten Freunde besuche? Warum kann ich nicht immer dumme Witze machen, Tierdruck-Pullis tragen und mit einem "Sollen wir uns wieder vertragen?" alles gut machen? Ach ja. Weil ich erwachsen bin. Weil mich Geschäftspartner nicht ernst nehmen, wenn ich Grimassen schneide. Weil Fremde mich nach meinem Äußeren beurteilen und erst spät nach meinen inneren Werten. Weil ich Verantwortung übernehmen muss. 

Und das ist auch gut so. Denn Kinder sind auch launisch. Selbstbezogen. Gemein, ohne es zu wissen. Sie wachsen noch, die Persönlichkeit ist noch nicht voll entwickelt. Man kann von einem Kind keine Selbstreflexion erwarten. Sollen sie auch nicht. Das kommt spät genug. Hoffentlich. 

Ich will gar nicht 24/7 Kind sein. Ich genieße es, mir die Rosinen heraus zu picken und eben dann anzuwenden, wenn ich alle Mauern fallen lassen kann. Dann, wenn ich mich am Wohlsten und Sichersten fühle kann ich auch wieder "Kind sein". Und sein wir mal ehrlich: Als Kind konnte ich kein Eis frühstücken, wie heute morgen geschehen. Erwachsen sein rockt nämlich! Eine eigene Wohnung, entscheiden, wann ich ins Bett gehe, Geld, das nur mir gehört, so viele Haustiere wie meine Wohnung her gibt, Horrorfilme und Alkohol... Natürlich möchte ich manchmal gern die ganze Verantwortung abgeben, die damit einher geht. Aber wer will das nicht? Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Status sehr zufrieden. Und wie sieht es bei euch aus? Wärt ihr gerne noch mal "klein" oder genießt ihr das Älterweden in vollen Zügen?


T-Shirt - Gina Tricot
Boots & Cardigan - Primark
Jeans - Boohoo


Die Jeans habe ich schon ewig. Sie hat mich schon nach Schweden und zweimal nach Schottland begleitet und ist ein echter Allrounder. Übrigens die einzige Jeans, die ich aktuell besitze. Kleidermädchen, ich!

Ich liebe New York, obwohl ich noch niemals da war. Manchmal hat man so eine Sehnsucht nach einem Ort, die unerklärlich ist. Vielleicht würde ich es auch hassen dort - aber ich glaube ganz ehrlich nicht. New York ist meine Stadt. Hoffentlich werde ich in den nächsten Jahren Gelegenheit haben, sie zu erkunden, aber da Schiffsreisen über den Teich 1. teuer sind und 2. ewig lange dauern wird sich dieser Traum wohl erstmal nach hinten verschieben. Aber ich kann ja warten.

Ich habe endlich ein neues Paar Schuhe - und es sind wieder schwarze Boots. Tja: Why change a winning team? 

Zu guter letzt: Könnt ihr fassen, wie wunderschön meine Haare werden? Wer hätte das bei dem Gestrüpp im letzten Jahr gedacht? Ich gebe der Sache noch ein halbes Jahr und dann müssten alle Bleichschäden behoben sein. Yeah!

Vergesst nicht mein Giveaway! Bis zum 7. April könnt ihr noch mitmachen und viele Preise abstauben!

3/30/2015

Giveaway: Bloggeburtstag

Was, schon fast drei Jahre, seit ich meinen ersten Post geschrieben habe? Wie kann das sein? Wo ist die Zeit hin? Und ihr habt mir bis jetzt die Stange gehalten. Jeder eurer Kommentare, jedes Like, jeder Repost freut mich. Ich fühle mich wie ein Kind in der Schokoladenfabrik, wenn ich merke, dass sich wirklich jemand dafür interessiert, was ich zu sagen habe. Nirgends bekommt man Feedback so unmittelbar wie durch einen persönlichen Blog. Kritische Stimmen inklusive, aber auch konstruktive Kritik ist gute Kritik. Ich habe gehört, dass viele Blogger mit Anfeindungen zu kämpfen haben und bin dankbar, dass mir das bisher erspart geblieben ist. Ich habe wirklich nur positives über diese Erfahrung zu berichten.

Wie lange ich wohl noch bloggen werde? Bisher ist kein Ende in Sicht. Mir macht es Spaß und so lange es euch auch Spaß macht und Mehrwert bringt, bin ich am Start. Zum Dank für eure Unterstützung möchte ich euch heute ein Giveaway anbieten, an dem ihr euch bis zum 7. April, 12 Uhr, beteiligen könnt.

Was gibt es zu gewinnen? Gut, dass ihr diese Frage stellt. Zuerst einmal wunderschöne Schildpatt-Imitat-Ohrringe in Rosé mit Schmetterlingsmuster. Perfekt für den Frühling! 
Dann gibt es noch ein Furoshiki von LUSH aus der Oster-Collection, "Gnome in the Rhubarb Patch" heißt das Schätzchen, in dem ihr selbst Geschenke verpacken oder es als Hals- oder Kopftuch tragen könnt. Limited Edition übrigens, also ran an den Speck! 
Zusätzlich in eurem Gewinnerpaket: Das Body & Soul Wellness Massage- und Körperöl, das nach Mandel und Vanille duftet. Passend zum Thema der Entschleunigung in diesem Monat und ich kann euch verraten - eine Session damit und ihr seid entspaaaaaaaaaannt.
A propos Entspannung: Gönnt euren Haaren eine Pause mit dem got2be Schutzengel, einem Föhn- und Hitzeschutz. Da ich kaum föhne, kann ich dazu nichts sagen, habe aber schon viel Positives darüber gehört. Vielleicht kann mich der glückliche Gewinner hinterher aufklären?
Zum guten Schluss packe ich euch noch ein Dusch-Dingens drauf. Damit könnt ihr eure Haut beim Baden und Duschen schön abschrubben und einseifen und fühlt euch hinterher wie ein neuer Mensch. Außerdem ist es lila. Was soll man noch mehr sagen?


 

Um dieses Körper und Seele entspannende Geschenkpäckchen zu erhalten, müsst ihr mir nur auf Instagram, Facebook oder Twitter folgen (gerne auch auf allen drei Plattformen) und mich darüber in einem Kommentar zu diesem Post aufklären. Den glücklichen Gewinner verrate ich dann hier! Viel Glück und tausend Dank für eure treue Leserschaft!


3/26/2015

Entlein

Es gibt diese Tage. Da sage ich "Hallo, Spiegel!" und der Spiegel antwortet: "Bah!" Heute ist einer dieser Tage. Nichts aber auch gar nichts aus dem Kleiderschrank wollte heute an mir gut aussehen. Meine Körperteile nahmen seltsame Formen an und wölbten sich in unvorstellbare Richtungen. Was bitte war da los? Vor meinem Gesicht machte dieser Trend natürlich ebenfalls nicht halt: Auch Make-Up rettete nichts mehr und meine Haare WOLLTEN EINFACH NICHT LIEGEN! WAAAHHHH!

Dann habe ich einmal tief durchgeatmet und überlegt, warum das so sein könnte. Emotionaler Stress? Check. Arbeitsstress? Check. Nicht genug Schlaf? Checkcheck. Ich glaube noch nicht mal, dass ich groß anders aussehe als sonst, außer vielleicht ein bisschen müder, möglicherweise aufgedunsener. Nein, mein innerer Zustand hat meine Augen vernebelt. Das ist so, als sieht man Fotos von sich, die vor ein paar Jahren aufgenommen wurden, und man weiß noch genau, dass man damals dachte: Boah, sehe ich auf dem Bild scheiße aus! Und wenn man sie jetzt betrachtet, denkt man: Was hat denn mit dir damals nicht gestimmt? Du hast später nie besser ausgesehen!

Unser Innenleben beeinflusst, wie wir uns selbst sehen, nicht umgekehrt. Deshalb ist der Gedanke: "Wen ich erst..., dann bin ich glücklich." völlig falsch. Wenn ich erst zehn Kilo abgenommen habe. Wenn ich erst lange Haare habe. Wenn ich erst die neue Prada-Handtasche besitze, Muskeln aufgebaut habe, meine Augen habe lasern lassen. In Wahrheit wird uns nichts davon glücklich machen, wenn wir nicht schon glücklich sind.

Nachdem ich mir das ins Gedächtnis gerufen hatte, zuckte ich mit den Schultern und warf mir unten zu sehendes Outfit über. Wenn ich mir diese Fotos in ein paar Jahren ansehe, werde ich hoffentlich auch denken: War doch völlig in Ordnung. Und was meine emotionale Lage betrifft: Wie Scarlett O'Hara schon sagte: "Morgen ist auch noch ein Tag."

Was ist mit euch? Kennt ihr diese Bah-Tage und wenn ja, was macht ihr dann?



Rock - H&M
Pullover - New Yorker 
Halskette - Merrin & Gussy
 Super Stay 14H Lippenstift Infinitely Fuchsia - Maybelline


Vor etwas über einem Jahr hatte ich diesen Rock zum ersten Mal an. Glück für mich, dass diesen Frühling pudrige Farben so schwer im Kommen sind. Ich ziehe den Rock immer bis ganz nach oben unter die Brust, dann kann ich ihn auch gut mit einem Crop Top tragen. Das zeige ich euch dann im Sommer.

Den Pulli habe ich schon seit Jahren und Jahren. Er hat einen hohen Stretchanteil und schmiegt sich schön an den Körper. Inzwischen musste ich allerdings auch schon tausend Löcher stopfen. Aber es gibt so Kleidungsstücke, die gibt man einfach nicht her. Dieser Pullover wird noch lange Zeit an meiner Seite ausharren.

Ansonsten trage ich mal wieder meinen momentanen Lieblingslippenstift. Tut mir leid, aber den müsst ihr noch ein paar Mal ertragen! Er ist so schön pink. Übrigens: Wer hat denn bitte das Gerücht verbreitet, Redheads dürften kein Pink tragen?!

3/23/2015

Ein offener Brief an Patricia Blanco

Liebe Patricia Blanco,

durch Zufall stieß ich im Internet auf ein Video des Senders RTL, in dem es um Ihren Gewichtsverlust geht. Erst mal: Gratulation! Wenn Sie sich so besser und schöner und gesünder fühlen, ist das ein toller Erfolg für Sie. Ich könnte im Leben nicht so viel Sport machen, weil ich nichts mehr auf der Welt hasse, und deshalb: Auch dafür Hut ab!

Ansonsten kann ich leider kein gutes Haar an diesem TV-Beitrag lassen. Ja, ich weiß, dass Sie "nur" Protagonistin sind und keinen Einfluss darauf haben, wie so ein Stück zusammen geschnitten und welcher hahnebücherner Unsinn darin getextet wird. Aber auf Ihre eigenen Aussagen, ja, darauf haben Sie Einfluss. 

"Eitelkeit ist jetzt auch ein bisschen dabei. Also ich schaue mich viel mehr im Spiegel an. [...] Wenn man dick ist, achtet man auf so was nicht mehr."

Das haben Sie gesagt. Als ich das gehört habe, wurde ich wütend und traurig zugleich. Traurig, weil Sie das anscheinend so empfunden haben. Und wütend, weil Sie diese Aussage in der Öffentlichkeit tätigen. 

Sie sind eine Person des öffentlichen Lebens. Das haben Sie sich selbst ausgesucht und deshalb tragen Sie die volle Verantwortung für Ihr Handeln. Und eben auch Ihre Aussagen. Wie Sie Ihr Leben leben ist Ihnen selbst überlassen. Ich werte nicht und es interessiert mich auch nicht. Wie Sie durch Ihre Rolle als Person des öffentlichen Lebens allerdings andere Menschen beeinflussen, das sehe ich kritisch. Sie haben, ob Sie wollen oder nicht, eine Vorbildfunktion. Das hat jeder Mensch, der sich selbst ins Licht der Öffentlichkeit rückt. Manch' Schauspieler oder Sänger findet das nicht schön, will er doch nur Schauspielen oder Singen, und versucht, sein Privatleben so versteckt wie möglich zu halten. Aber das tun Sie ja eben genau nicht. Sie lassen RTL eine Story über Ihren Gewichtsverlust drehen. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass Sie zu ersteren Kategorie gehören. Sie tragen also Ihr Selbstbild freiwillig nach Außen.

Wenn Sie nun selbst der Meinung sind, die Sie in obigem Zitat kund getan haben, dann tut mir das sehr leid für Sie. Dann sind Sie mit einem Selbstbild aufgewachsen, das völlig verzerrt und falsch ist. Aber inzwischen sind Sie in einem Alter, in dem Sie es besser wissen müssten. Und auch Ihre Rolle als Vorbild ernster nehmen sollten. Welche Message geben Sie damit jungen Menschen, Fans, die zu Ihnen aufblicken?

Es muss sich endlich etwas in den Köpfen der Leute verändern. Ob jemand dick, dünn, riesig, winzig oder viereckig ist - jeder Mensch ist schön, der einen schönen Charakter hat. Und Punkt. Dass wir uns nicht schön finden, liegt an dem Bild anderer Menschen, die diese von uns haben. Von selbst steht kein vierjähriges Kind vor dem Spiegel und sagt: "Ich bin hässlich." Nein, es ist die Gesellschaft, die uns Normen aufdrückt. Und so entsteht Selbsthass, Mobbing, Depressionen. Würde jeder sich selbst so annehmen, wie er ist und seinen Nebenmann genauso, hätten wir viele Probleme nicht.

Ist es nicht anstregend, immer und ständig andere Menschen zu beurteilen, kritisch zu beäugen und an ihnen herum zu mäkeln? Was hat es mich zu interessieren, ob jemand "unvorteilhaft" angezogen ist? Tut mir diese Person damit weh? Vielleicht findet diese Person genau diesen Stil wunderschön an sich? Und wenn ich Speckröllchen oder herausstehende Knochen an einer Frau in der Fußgängerzone bemerke - warum ist das "hässlich"? 

Weil die Gesellschaft das so vorschreibt. Und wer trägt zum großen Teil der Meinungsmache einer Gesellschaft bei? Die Medien, richtig. Wo wären wir ohne "Abnehmen in 40 Schritten - mein Weg zur Traumfigur?" oder eben TV-Beiträgen wie dem Ihren? Ach ja. Wir wären glücklicher und zufriedener mit uns selbst, richtig. Also bitte, liebe Frau Blanco - denken Sie doch ein bisschen mehr darüber nach, bevor Sie reden. Vielen Dank!


3/21/2015

Märzhelfer

Ob das eine feste Kategorie wird? Ich weiß noch nicht. So viel Neues kaufe ich mir nicht, also muss ich im April mal schauen. Ich lebe ja eher nach dem Prinzip: "Why change a winning concept?" Wenn ich was gefunden habe, das funktioniert, bleibe ich auch dabei.

Aber für heute nennen wir das ganze Mal "Märzhelfer" und ich zeige euch, auf welche Beauty-Produkte ich im Moment nicht verzichten kann.


von links nach rechts: Henne Color Copper, Maybelline Super Stay 14H Lippenstift Infinitely Fuchsia, Vitaquell Bio Kokosöl, Alterra Feuchte Reinigungstücher, DM SauBär 3in1


1. Henne Color Copper
Ich trauere noch immer meinem Meerjungfrauen-Haar hinterher, aber da ich im Herzen ein rostroter Readhead bin (seit ich als Kind Molly Ringwald in Breakfast Club gesehen habe um genau zu sein!), ist die Rückkehr zu meiner Erkennungsfarbe kein so großer Verlust. Da ich Haar und Umwelt nicht mehr mit Silikonen belasten möchte und meine Kofhaut in letzter Zeit sowieso auf alles allergisch reagiert, was synthetisch hergestellt wurde, ist der Griff zu Naturkosmetik und Henna logisch. 

Das Pulver von Henne Color bringt, meiner Meinung nach, das beste Farbergebnis. Die Hälfte eines Sachets reicht aus, um meinen Bob komplett zu färben. Vor der Anwendung das Haar mit Reinigungsshampoo waschen und handtuchtrocken kneten. Heißes Wasser auf das Pulver drauf, ein bisschen Zucker unterrühren (Trick, damit die Masse nicht klumpt und sich besser verteilen lässt.) und auf den Schädel damit. Nach zwei, drei Stunden wasche ich alles wieder runter, obwohl sich die Farbpartikel besser anlagern, je länger man den Brei drauf lässt. Aber auch meine Geduld hat Grenzen. Wichtig ist, dass alles immer schön warm und feucht bleibt, also am besten ein Stück Frischhaltefolie drüber, darüber noch ein Handtuch und immer mal wieder anföhnen.

Die Marke gibt es meines Wissenes nach nur im Internet, da sie aus den Niederlanden stammt. Kostet so mit Versand 10 Euro. Ich finde, 5 Euro pro Behandlung sind zu verschmerzen.





2. Maybelline Super Stay 14H Infinitely Fuchsia
Ich esse gerne innerhalb von einer halben Stunde meine Lippenstifte auf. Dieser hier hält beträchtlich länger. Vielleicht nicht die angegebenen 14 Stunden, sondern vielleicht fünf. Aber für mich ein Erfolg. Ein weiteres Plus: Die 24 Stunden haltbaren Stifte trocknen meine Lippen immer so sehr aus, dass ich sie keine zwei Tage hintereinander benutzen kann, weil meine Lippen sich dann schuppen. Das ist bei diesem Schätzchen nicht der Fall. Und die Farbe knallt wie Sau! 

A propos Sau: Maybelline macht nach eigenen Aussagen keine Tierversuche. Silikone, Paraffine etc. sind zwar drin, aber bisher konnte ich noch keine geeignete NK-Alternative finden. Wenn ihr Vorschläge habt, immer her damit, weil ich auf die Dauer komplett umstellen möchte. Aber dem Universum sei Dank reagieren meine Lippen anscheinend noch nicht so wie meine Kopfhaut auf das ganze Zeugs UND ich schade nur mir damit und nicht der Umwelt. Deshalb werde ich ihn aufbrauchen. Bis dahin habe ich hoffentlich einen passenden Ersatz gefunden. Kostenpunkt: ca. 12 Euro.




3. Vitaquell Bio-Kokosöl
Ich nutze es als Kur für die Haare, als Leave-In in den Spitzen, als Hautcreme für Gesicht und Körper, zum Ziehen für weißere Zähne und zum Kochen. Kokosöl ist so vielseitig verwendbar, dass ich es jedem nur ans Herz legen kann. Da ist auch nix Schlimmes drin, nur Fett. Achtung: Habe von manchen Leuten gehört, dass es ihre Haare eher austrocknete. Muss man ausprobieren. Ich bin total zufrieden und überzeugt. Gibt es in Bio-Läden und gerüchteweise auch im DM, aber da gucke ich IMMER und nie ist welches da. Kostet ca. 6 Euro.




4. Alterra Feuchte Reinigungstücher
Habe ich ganz neu entdeckt. Meine Haut ist so empfindlich, dass mich auch die mildesten Reinigungstücher gereizt haben. Ich mag es aber nicht, mich mit "Flüssigem" abzuschminken. Deshalb kommt für mich nichts anderes in Frage. Also habe ich rumprobiert. Und bin im Rossmann auf diese Aloe-Vera-Tücher gestoßen. Vegan und sanft und ohne irgendwelche bösen Inhaltsstoffe. Ich finde sie sehr, sehr feucht, was Viele bestimmt negativ ankreiden würden. Aber ich mag das. Und grade kosten sie nur 1,95 Euro. Da kannste nix sagen.




5. DM SauBär 3in1
Jetzt kommt DER Shit. Shampoo, Condi und Duschgel in einem für Kinder, ich benutze den SauBär (ich mag einfach dämliche Wortspiele...) aber nur als Shampoo. Ohne Sodium Laureth Sulfate, was der Tod für im Sterben liegendes, gebleichtes Haar wie meines ist. Und ohne Silikone, versteht sich. Leider mit Tensiden. Aber man kann nicht alles haben. Deshalb switche ich immer das Shampoo. Im Moment zwischen diesem, Rehab von LUSH, Big von LUSH und als nächstes steht der neue Copperhead Shampoo-Bar auf meinem Einkaufszettel, denn der ist extra für Rothaarige, whoop whoop! 

Aber zurück zum SauBär (man kann es nicht oft genug sagen.). Er schäumt leider nicht sehr und man muss eine größere Menge verwenden, also eher zwei Spratzer als einen in die Hand geben, aber ansonsten macht er das Haar traumhaft weich und riecht nicht wirklich penetrant nach Pfirsich, womit ich, ehrlich gesagt, ein großes Problem hätte. Und das Beste: eine Flasche kostet nur knapp 2 Euro. Yeah!




So, ich glaube, der nächste Post wird ein März-Ney-Post werden. Also fünf Produkte, die ich nicht mehr benutzen werde (gruselige Musik hier einfügen.). Also stay tuned und empfehlt mir eure Lieblingsprodukte!

3/18/2015

City Girl

Ich komme "vom Dorf". Ich verspreche euch: Da wo ich herkomme ist es wahnsinnig idyllisch, der nächste größere Ort zum Shoppen & Feiern ist nur einen Steinwurf entfernt und auf die Menschen dort kann man sich genauso verlassen wie auf seine Freunde & Feinde auf der ganzen Welt auch. 

Und trotzdem. Trotzdem bin ich ein Stadtmädchen. Schon bevor ich jemals einen Fuß in die Stadt gesetzt hatte war das so. Nachts noch einen Döner auf die Hand. Nach dem Feiern nach Hause laufen. Nicht auf ein Auto angewiesen sein (ich habe gar keins). Nicht nur von jedem Shop eine Ausgabe, sondern so viele, dass ich mich nicht entscheiden kann. Wenn ich es grün möchte, gehe ich in den Park. Ich liebe die Anonymität, die ein Leben in der City einem bietet. Und vielleicht ist das genau der springende Punkt, der am Ende die Grenze zwischen Stadt und Land markiert: In Köln bin ich nicht Teil einer Community, wenn ich nicht möchte. Auf dem Land bleibt dir keine andere Wahl. Was eben auch das große Plus ist, denn immer ist jemand für dich da, wenn Hilfe gebraucht wird und du bist nie allein. Du weißt, auf wen du dich verlassen kannst und auf wen nicht. In der Stadt bist du erstmal allein auf weiter Flur ohne Landkarte, wenn du nicht dort aufgewachsen bist. 

Mir gefällt das. Ich liebe Abenteuer. Und das ist das Leben in der Stadt für mich. Auch wenn ich manchmal ein leises Ziehen, eine Sehnsucht nach meiner Heimat verspüre. Deshalb kehre ich im Sommer oft nach Hause zurück, lege mich nachts auf die Straße und beobachte die Sterne, ohne dass mich nur eine Menschenseele stört. Denn nur dort kann man sie richtig sehen.

Und wie sieht es bei euch aus? Stadpflanze oder Dorfkind?



Culotte - Holy über FashionID
Stiefel - Vintage 
Top - H&M
Oberteil - Gina Tricot
Amethyst Slice Kette - Kurafuchi 
Ohrstecker - Faitmaison


Endlich besitze ich sie! Eine Culotte! Und es ist die schönste Culotte der Welt! Hier handelt es sich um einen typischen Fall von "Hab'-ich-auf-anderen-Blogs-gesehen-und-wollte-ich-haben". Wie schön diese Hosen einfach sind. Sie sitzen locker und bequem und man kann sie zu eigentlich jedem Schuh anziehen. Wie schick die erst zu Pumps aussehen werden. Aber hier habe ich mich für meine Paris-Boots entschieden, weil sie farblich harmonieren und ich hatte sie gleich als erstes im Sinn, als ich mir ein Outfit rund um mein neues Lieblingsteil vorgestellt habe.

Gekauft habe ich die Culotte auf FashionID, was mein neuer Lieblings-Online-Shop ist. Warum? Weil die Hose nicht nur gleich über's Wochenende da war, sondern die tollste Qualität hat (der Stoff ist soooooo weich!). Die kleine, aber feine Note war die Karte, die dabei lag. Könnten sich andere Shops mal eine Scheibe von Abschneiden. In den Zeiten von Markenidentität und Consumer Friendliness macht so was viel aus. Wir wollen uns doch alle eben nicht wie ein Gesicht in der Menge fühlen, sondern als Mensch wahrgenommen und als Kunde geschätzt werden. Gerade beim online shoppen ist das schwierig, aber hier ist der Spagat richtig gut gelungen. 


3/17/2015

Vorfreude ist die schönste Freude!

Ui, in Köln eröffnet der LUSH*-Store neu! Am Freitag, den 20.03.2015 ab 12 Uhr können Kölner wie ich wieder ihrer Abhängigkeit frönen! Ich bin am Donnerstag schon mal dort, um euch mit Bildern und Infos zu versorgen. Am meisten bin ich auf das Dekor gespannt, denn ganz nach dem hauseigenen Motto der Nachhaltigkeit soll die Inneneinrichtung komplett aus Altholzbeständen bestehen. Gegen den Holzraubbau!




Am Freitag könnt ihr euch dort mal so richtig durch's Sortiment probieren. Stündlich werden die Osterspecials vorgestellt. Ihr könnt in Workshops eure eigenen LUSH-Produkte herstellen und lernt dort, wie ihr selbst diese genialen Geschenktücher (bin ich immer noch riesen Fan von weil man die nicht einfach wegschmeißt, sondern als Teil des Geschenks betrachten kann), die Furoshikis, binden könnt. Hach, LUSH macht mich einfach glücklich!



LUSH Shop
Hohe Straße 108 - 110
50667 Köln


*Link und Bilder wurden mir zur Verfügung gestellt, der Text ist von mir.

3/16/2015

It

Eine liebe Freundin hat mir zum Geburtstag einen Bilderrahmen geschenkt, auf dem steht: "Entweder ist das Leben ein großes Abenteuer oder gar nichts." Und das hat sofort etwas in mir zum Klingen gebracht. Natürlich ist es bequemer, einfach vor sich hin zu leben, wenn man alles das hat, was man dazu braucht. Ich kann für mich wirklich sagen: Ich wohne in einer Stadt, in der ich mich pudelwohl fühle. Ich habe die besten Freunden. Mein Viertel könnte nicht schöner, meine Wohnung nicht gemütlicher sein. Okay. Ich bin zufrieden. Ohne schalen Beigeschmack im Mund. Ohne Schönreden.

Aber das Leben ist entweder ein großes Abenteuer oder gar nichts. Ich möchte noch viel, viel, viel mehr erleben. Mit Haien schwimmen, auf dem Segelschiff durch die Karibik kreuzen, mit dem Rucksack durch Chile. Mit der Liebe meines Lebens unter dem Sternenhimmel der Highlands übernachten, Tiger im Dschungel beobachten, mit meinem Baby auf dem Rücken durch New York streifen. Mich hält es einfach nicht lange an einem Ort. Und ich spüre, wie ein unsichtbarer Faden an mir zieht. Wenn sich das Ziehen in ein Reißen verwandelt, kann ich leider nicht mehr die Füße still halten. Aber bis dahin bin ich weiterhin zufrieden, mit warmen Sommernächten am Rhein und Kölsch, mit den leckersten Törtchen der Welt vom Bäcker um die Ecke, mit den Eichhörnchen auf der Fensterbank und dem Dom bei Mondschein.

Wie geht es euch dort, wo ihr seid? Seid ihr zufrieden oder zieht es euch auch raus in die Welt?


Kleid, Bluse, Strumpfhose & Hut - H&M
Kette - Geburtstagsgeschenk


Heute erwecke ich meine innere Alexa Chung zum Leben mit einem Mittelscheitel. Meine Haare fielen nach der Dusche einfach so und ich habe damit nichts gemacht. Noch nicht mal gekämmt. Wenn der kaputte Teil endlich rausgeschnitten ist, werden meine Naturlocken noch viel stärker zum Vorschein kommen. Ich freue mich! Außerdem bin ich schon wieder zweifarbig, also wird es wieder Zeit für Henna. Praktisch, so eine Überprüfung per Selfie!
 
Ich behaupte ja immer, kein Hutgesicht zu haben, was man hier wieder gut beobachten kann. Da ich diesen Hut aber liebe, trage ich ihn trotzdem ab und zu. Dann muss er aber ganz hinten sitzen und das sieht oft dämlich aus und wenn es windig ist, kann ich es total vergessen. Ich dachte aber, dass er vorzüglich zu diesem 90er-Jahre-angehauchten Outfit passt und ich hatte recht. Da habt ihr es also: Ich mit Hut.

3/13/2015

31

Geburtstag. Schon wieder. Ein ganzes Jahr rum. Warum ging das so schnell? Früher, in der Grundschule, war die Ferienzeit so lang wie eine Lebensspanne. Und jetzt verfliegt ein Jahr mit einem Wimpernschlag. Ich fühle mich genötigt, immer schneller und schneller durch mein Leben zu hetzen, damit ich auch ja alles machen, erleben, mitnehmen kann. Und vergesse dabei oft, einfach mal stehen zu bleiben. Die kleinen Dinge zu schätzen. Den sprichwörtlichen Sonnenschein auf dem Gesicht.

Ich hatte mir vorgenommen, in diesem Monat laaangsam zu machen. Und bisher läuft das wie geschnitten Brot. Nicht nur, dass ich mich viel entspannter fühle. Ich entdecke auch Dinge "wieder", von denen ich nicht gedacht hätte, sie verloren zu haben. Mich zwei Stunden hin setzen und wirklich aufmerksam einen sozialkritischen Film schauen zum Beispiel, ohne ständig auf's Handy zu lugen oder mich nebenher mit Strickwerk, einem Buch oder einer Unterhaltung abzulenken. Das habe ich doch immer gemacht. Wann ist mir das abhanden gekommen? Jetzt, da ich es wieder tue, merke ich erst, wie sehr mir das gefehlt hat. 
Oder auch morgens einfach mal eine halbe Stunde im Bett liegen und nachdenken. Ohne konkrete Aufgabe die Gedanken kreisen lassen, den Tag vorher Revue passieren lassen oder sich auf die folgenden Ereignisse freuen (bald geht es auf's Joshua Radin Konzert hier in Köln und ich freue mich so!).
Manche Sachen fallen mir auch ungewohnt schwer. Ich hätte niemals gedacht, als Leseratte jemals Probleme damit zu haben, aber jetzt schaffe ich vielleicht zehn Seiten am Tag. Für mich nun wirklich nicht viel. Aber dann denkt man doch: "Eigentlich müsstest du jetzt noch..." und legt den Roman zur Seite. Eigentlich dumm. Eigentlich muss ich gar nichts.

Ich hoffe, dass ich diese Tage noch mehr entschleunigen kann. Damit der nächste Geburtstag nicht so schnell heranrückt und mich quasi überfällt. Ich habe doch dieses Jahr noch große Pläne! Wie sieht es mit euch aus? Lasst ihr euch manchmal vom Alltag überrollen? Und wie schafft ihr euch die Oasen der Ruhe, die man doch dringend benötigt?


Kette - Pepe Jeans


Kennt ihr das? Ihr geht an einem Schaufenster vorbei, tagein, tagaus, und da hängt es: Das Kleid eurer Träume. Aber es ist soooo teuer... Ihr schmachtet und schmachtet - und irgendwann denkt ihr: Was soll der Geiz? 
Dieses Kleid ist mein "Was soll der Geiz?"-Kleid. Es war Liebe auf den ersten Blick. Es sitzt wie eine zweite Haut, wie auf den Leib geschneidert. Eigentlich ein Sommerkleid, weil dünner Stoff. Aber ich habe eine dicke Wollstrumfhose drunter gepackt und fertig. Weil es sich verdient hat, mein Geburtstagskleid zu sein.

3/11/2015

An der Wand

Als erstes pudere ich mein Gesicht, damit es nicht glänzt. Danach grundiere ich die Hautunreinheiten, pudere sie nochmals ab, überdecke sie mit einem Make-up-Stift und dann folgt eine weitere Schicht Puder, für den Halt. Jetzt folgt die Base für den Lidschatten. Antrocknen lassen und drauf mit der Farbe. Darüber einen Lidstrich. Und die Wimpern schön lang tuschen. Ein Augenbrauenstift korrigiert die Form meiner im Teenager-Alter verzupften Bögen. Und zum Schluss das Sahnehäubchen: ein dauerhaft haltbarer Lippenstift. Das ist mein tägliches Beauty-Regime. 

Damit ist es natürlich nicht getan: Am Abend muss ich mich genauso regelmäßig auch wieder abschminken. Ohne Spuren geht das an meiner empfindlichen Gesichtshaut nicht vorbei. Hautrötungen, -unreinheiten, jede Woche mindestens ein Zucker-und-Honig-Peeling. Morgens und Abends Kokosöl als Hautcreme. Und trotzdem schuppige Stellen im Winter, spannende Haut im Wind.

Und warum das ganze? Für die Schönheit, ist der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schießt. Aber ist das wirklich so? Angeregt durch das Experiment von Stefanie auf ihrem Blog Unicorn's don't cheat, die eine Woche kein Make-Up getragen hat, habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Und bin, zum besseren Reindenken, gestern auch selbst komplett mit nacktem Gesicht unterwegs gewesen.




Was mich besonders beschäftigt hat: Stefanie schreibt in ihrem Zwischenbericht, dass niemand bemerkt hat, dass sie ungeschminkt ist. Das konnte ich zuerst gar nicht glauben (nicht, weil sie nicht Naturschön ist, denn das ist sie, aber Make-Up macht doch so einen großen Teil der täglichen Routine aus). Man gibt sich Mühe und nickt sich hinterher zufrieden im Spiegel zu, wenn man sich "erkennt": Ja, so siehst du gut aus! Aber auch ich habe diese Erfahrung gemacht - weder auf der Arbeit noch im Privatleben hat irgendwer erkannt, dass ich keine Schminke benutzt habe.

Wenn aber niemand bemerkt, was man selbst so kunstvoll kreiert hat - warum dann das ganze? Für sich selbst, nicht wahr? Sollte ja sowieso so sein: Man schminkt sich, zieht sich an, macht sich zurecht - nicht für andere Personen, sondern nur für das eigene Wohlbefinden. Ja, schöne Idee, nicht wahr? Aber doch kompletter Blödsinn! Denn warum haben wir damals, in grauer Vorzeit, angefangen, uns zu schminken? Sicher nicht, weil wir mit 13 Jahren gedacht haben: Oh, mir fehlt etwas. Auf zum Make-up! Nein, wir haben es gemacht, weil wir so aussehen wollten, wie die Mädels in Dawson's Creek und der Bravo. Und weil Mama es auch jeden Tag macht. Und überhaupt: Wenn du nicht auch zum Eyeliner greifst, bist du das einzige Mädchen in der Klasse, das raussticht. Und das ist in dem Alter tunlichst zu vermeiden: Auffallen. Alle tun es, also tust du es gefälligst auch.

Wenn ich heute Bilder meines 13-jährigen Ichs sehe, möchte ich ihm mit einem nassen Lappen den blauen Lidschatten und den roten Lippenstift aus dem Gesicht schrubben. Es wäre nicht nötig gewesen. Im Gegenteil. Aber inzwischen habe ich mich so an dieses andere Ich gewöhnt, das Ich mit den dunklen Wimpern und den kräftigen Lippen, dass sich Annika-sans-Make-up nicht mehr richtig anfühlt. Ja, sogar unattraktiv - nur mit vollem "Gesicht" fühle ich mich wohl.

Zurück zu den anderen Menschen, denen nicht aufgefallen ist, dass ich ungeschminkt unterwegs war. Ich garantiere, dass sie keinen anderen, hässlicheren Menschen gesehen haben. Und deshalb habe ich mich hingesetzt und die oben gepostete Collage lange betrachtet. Und ja: Durch das jahrelange Brille-Tragen sind meine Augen kleiner geworden. Und ja, ich habe sehr helle und kurze Wimpern und dreimal ja, das Alter ist natürlich nicht total spurlos an mir vorbei gegangen. Aber eigentlich. Ja. Eigentlich. Ich sehe doch gut aus. Keine Falten. Keine hängende Haut. Keine Flecken, keine Hörner, keine grünen Schuppen. Je länger ich die Fotos betrachte, umso mehr erkenne ich mich wieder. Und merke, dass meine eigene Wahrnehmung verzerrt ist. Dabei habe ich das jetzt erst gemerkt. Seltsam. Aber gut zu wissen. Und ein Grund, öfter mal auf Make-up zu verzichten.

Was ist mit euch? Fühlt ihr euch unwohl ohne Schminke oder könntet ihr gut drauf verzichten? 


3/09/2015

5 Jahre

Ein Wunder ist geschehen. Es war die Sonne, und sie schien warm und freundlich und den ganzen Sonntag. Ich konnte mich sogar auf dem Balkon brutzeln lassen. Und habe nicht mal geklappert. Was einmal passiert ist, kann wieder vorkommen und daran klammere ich mich. Aber jetzt, da es wärmer wird, die Welt quasi zu neuem Leben erwacht, denke auch ich darüber nach, wie sich mein Leben verändern wird. In diesem Jahr, dem nächsten, in fünf Jahren. Aber wird das überhaupt passieren?

Wenn ich mir die letzten fünf Jahre durch den Kopf gehen lasse, kommt es mir zuerst so vor, als träte ich schon seit ewigen Zeiten auf der Stelle. Ich fühle mich nicht anders, kein Stück. Wie furchtbar! Das Leben zieht an mir vorbei und ich werde immer älter und nichts ist passiert! Hätte ich nicht Wachsen sollen? Lernen? Etwas aus meiner Zeit machen, die mir gegeben wurde?

Aber dann vergleiche ich mein jüngeres Ich mit dem, das hier vor der Tastatur sitzt. Fünf-Jahre-jünger-Annika hatte gerade ihren Master abgebrochen und hockte unglücklich in London rum, mit dem schlimmsten Liebeskummer ihres Lebens und keinem einzigen Ziel. Seitdem bin ich nach Köln gezogen, habe mein Volontariat gemacht, einen festen Job gefunden, bin in meine eigene Wohnung gezogen, habe Mindy kennen und lieben gelernt und der Kerl könnte mir nicht mehr egaler sein. Wie gerne würde ich das meinem damaligen Ich sagen und es in den Arm nehmen. Aber das geht leider nicht. Was allerdings geht: Mir nicht mehr so viele Gedanken machen. Denn wenn ich in den letzten fünf Jahren so viel weiter gekommen bin, ohne es auf den ersten Blick zu merken - wie werden dann die nächsten fünf Jahre werden? Vermutlich bin ich dann schon Königin der Welt. Oder zumindest in meinem Traumland Schottland fest verwurzelt. BTW: wenn jemand dort ein Job-Opening für mich hätte... Man weiß ja nie! 

Und was ist mit euch? Kennt ihr dieses Gefühl des nichts-geschafft-Habens? Und was habt ihr "in Wirklichkeit" erreicht?


Kleid & Strumpfhose - H&M
Cardigan - von Mutti 
Spangen-Pumps - Deichmann 

 
Gemütlich muss es heute sein, aber auch der Arbeit angemessen. Also ein schickes Basic-Kleid und darüber ein Oversize-Cardigan. Die Maschen sind extra breit, genau richtig für das wärmere Frühlingswetter.

Meine Spangenschuhe verleihen dem Ganzen noch einen speziellen Büro-Touch und ich bin good to go. Mein Skarabäus von der Expo 2000 in Hannover bringt mir zusätzliches Glück (ist das wirklich schon 15 Jahre her?!).

Ach ja, OT: Mutti hat heute Geburtstag und deshalb will ich ihr auch auf diesem Wege alles, alles Gute wünschen! Du bist die beste Mutti auf der ganzen Welt. Und das sage ich nicht einfach so.

3/06/2015

Adventure Time

Ich liebe, liebe, liebe die Abenteuer von Finn & Jake (wer's nicht kennt - einfach mal bei Youtube eingeben)! Mein absoluter Liebling ist, wie sollte es anders sein, der Pinguin ohne Seele - Gunter. Die Serie hat, obwohl Zeichentrick, so viel Tiefgang und verpackt Lebensweisheiten in einer Klarheit, dass mir manchmal die Worte fehlen. Ihr denkt, jetzt übertreibt sie aber? Schaut euch mal ein paar Folgen an und dann reden wir weiter. Außerdem ist es genau mein Humor.

Geht es euch auch so, dass Dinge, die ihr aus eurer Kindheit kanntet, heute eine ganz andere Bedeutung bekommen, wenn ihr sie noch mal betrachtet? "Adventure Time" war mir damals natürlich noch kein Begriff, aber "Die Simpsons" zum Beispiel. Als Kind mochte ich sie, weil Cartoon und bunte Farben und länger aufbleiben weil im Abendprogramm. Erst Jahre später kam mir plötzlich die Erleuchtung: "Das ist doch nicht für Kinder!" So wird es den "Spongebob"-Lütten bestimmt auch mal gehen. 

Glücklicherweise bin ich den gelben Springfieldianern trotzdem treu geblieben. Viel schlimmer war es mit Filmen, Serien, Büchern oder Hobbys, die es nicht mit mir zusammen in die Welt der Erwachsenen geschafft haben. Die ich als Kind liebte, aber beim nochmaligen Herauskramen für furchtbar befand. Leider ist mir das zu oft passiert. Deswegen vermeide ich es, diese Serien jetzt noch einmal zu sehen, diese Seiten noch einmal umzublättern. Denn sie sind Teil meiner wundervollen Kindheit und das will ich mir nicht kaputt machen. Lieber denke ich mit Wehmut und Freude daran zurück. Warum auch etwas Vergangenes wiederholen wollen? Die Vergangenheit kommt nie wieder zurück und dafür rücken neue, aufregende Abenteuer nach. What time is it? Adventure Time!


Jake T-Shirt - Cartoon Network, hier über yvolve
Pencil skirt - mint&berry
Ketten - Kurafuchi

 
Hier in Deutschland ist "Adventure Time" ja leider nicht wirklich bekannt, dementsprechend gibt es kaum günstige Fan-Artikel. Importieren ist eine Lösung, allerdings warte ich auf meinen Miniatur-Gunter jetzt schon seit Monaten. Deshalb habe ich sofort zugeschlagen als ich in einem Comic-Laden in Amsterdam dieses Jake-Shirt sah. Gelb ist normalerweise gar nicht meine Farbe, aber dieser Ton steht mir überraschenderweise. 

Ich kombiniere das Shirt mit einem tollen Rock von mint&berry. Das Label ist eins meiner Lieblingsmarken. Schaut euch mal die Schösschen an! Hach, ich finde, Kleider und Röcke können nicht Schösschen genug haben. 

An dieser Stelle müssen wir uns leider verabschieden: Von meinem wundervollen Meerjungfrauen-Haar. Hach. Jetzt ist es wieder kupferfarben, was ich ebenfalls liebe, aber bunte Haare waren ja mal sowas von meins. Warum ich wieder gewechselt habe? Auf Grund der Silikone in der Farbe und der Farbversiegelung. Mein Haar sah schön aus, hat sich aber wie Barbie-Haar angefühlt. Okay, zwei Wochen nach dem Tönen nicht mehr. Aber das sind trotzdem zwei Wochen nach jeder Behandlung, in der ich mir kaum in die Haare fassen konnte. Zusätzlich zur Umwelt-Belastung war mir das einfach zu viel Aufwand. Und deshalb nun wieder mein 'Signature Red'. Ob ich dazu all die Kleidung tragen kann, die ich auch mit lila Haaren anhatte? Was meint ihr?

3/04/2015

Step by step

Im letzten Post habe ich es schon angekündigt: Ich brauche neue Schuhe! Unbedingt. Denn dieses schwarze Paar mit der Metallschnalle, das ich in fast jedem Post trage, geht langsam aus dem Leim. Kein Wunder. Trage ich es doch auch fast täglich. Das hat folgende Bewandnis:
Meine Füße sind sehr empfindlich. Wenn die Jahreszeiten wechseln, bekommen sie vom ungewohnten Schuhwerk erstmal wochenlang Blasen. Ich laufe grundsätzlich auf den Fußaußenseiten (können meine Absätze bestätigen) und wenn ich den ganzen Tag auf den Beinen bin, tut mir die Sohle richtig weh. Wenn ich also mal einen bequemen Schuh gefunden habe, wird der getragen bis er auseinander fällt. Und das ist eben bei diesem speziellen Paar der Fall.

Jetzt also neue Schuhe. Aber welche? Wie gut, dass es Online-Shopping gibt, denn mir fehlt die Zeit, um einmal quer durch die Stadt zu pesen. Und wie gut, dass der Online-Shop der Gebrüder Götz nicht nur eine große Auswahl, sondern auch kostenfreie Rücksendung bietet. Bei Schuhen ist mir das natürlich wichtig.

Folgende Kriterien muss der perfekte Schuh erfüllen:
- Bequemlichkeit (manchmal bin ich, wenn ich auf Dreh bin, den ganzen Tag auf den Beinen)
- Vielseitigkeit (man muss ihn zu so vielen verschiedene Outfits wie möglich anziehen können)
- genau der richtige Absatz (nicht zu hoch, nicht zu tief, sondern eben genau richtig!)
- Haltbarkeit (ich verschrammele meine Schuhe sowieso nach einem Tag, weil ich kein Mädchen-Mädchen bin. Da müssen sie trotzdem noch gut aussehen und einiges ab können.

In welche Richtung es schlussendlich gehen soll, weiß ich noch nicht. Aber ich habe in jeder Kategorie einen Favoriten. Was denkt ihr?


1. Vans Atwood Low Sneaker; 2. Mustang Stiefellette; 3. Tamaris Pumps; 4. Rieker Sandale; 5. Tamaris Keilpumps - jeder Schuh über Gebrüder Götz*


1. Weiße Vans wollte ich die ganze Zeit schon. Obwohl weiß schnell dreckig wird, aber dafür kann man sie auch mal in die Waschmaschine werfen und gut ist. Ich bin ja nicht so der Turnschuh-Träger, aber ein Paar sollte man schon im Schrank haben. Man weiß nie, wann man sie braucht. Und vielseitig einsetzbar sind sie auch, was man von anderen Turnschuhen eher nicht so erwarten kann. Hier könnte ich mir sowohl eine Jeans als auch eine schicke Stoffhose, ein Paar Culottes oder sogar ein Kleid in der Kombi mit den Sneakern vorstellen.

2. Ich bin großer Fan von Mustang-Schuhen. Da weiß ich, dass sie mir passen und bequem sind. Außerdem mag ich den Stil. Suche auch schon die ganze Zeit nach einem Paar Boots in Braun. Verkauft?

3. Ich liebe Taupe! Und Stegpumps! Ein weiteres Plus: Der Absatz ist nicht zu hoch und nicht zu schmal. 

4. Bei Sandalen bin ich ja picky. Ich mag kaum welche und wenn, dann müssen sie sehr schlicht sein. Das sind diese und ich bekomme zusätzlich noch diesen "Hippie-Vibe", wenn ich sie ansehe. Genau mein Geschmack.

5. Zuletzt ein paar Keilpumps, die ich so ähnlich schon mal besessen habe. Keilpumps sind genial, weil sie zu sehr klassischen Anlässen und im Büro gut getragen werden können und gleichzeitig wirklich bequem sind. So spare ich mir Highheels, das Bein sieht aber genauso aus, als würde ich welche tragen. Ausgetrickst!

Zuletzt will ich euch den neuen Werbespot des Familienunternehmes vorstellen. Gebrüder Götz präsentiert nämlich jeden Dienstag auf Sat.1 den FILMFILM und hat es sich nicht nehmen lassen, zusätzlich einen neuen Spot zu launchen. Ich finde Werbefilme mit Kindern ja immer niedlich und die sind besonders süß! Übrigens mega witzig: Mit der Schauspielerin, die die Mutter verkörpert, habe ich neulich erst selbst ein Internet-Video gedreht! So klein ist die Welt! Total talentierte, sympathische Frau übrigens, die hier wie die Faust auf's Auge passt. Ich freu' mich für sie. Und kriege noch mehr Lust auf ein neues Paar Schuhe. Welches soll es denn nun sein?




*Link, Video und Bilder wurden mir zur Verfügung gestellt, der Text ist von mir.

3/02/2015

Frühlingsgefühle

Ich weiß, bis zum Frühlingsanfang sind es noch über zwei Wochen. Am 20. startet die "Sprieß-und-Blüh'"-Zeit erst offiziell. Aber für mich kann es nicht schnell genug gehen. Ich beschließe jetzt einfach, dass Frühling herrscht. Passend zu meinem Geburtstagsmonat. Neuanfang und so. Mein Entschluss: Transformation bedeutet im März, an meiner inneren Ruhe zu arbeiten. 

Stress, Stress, Stress - in diesem Zustand befinde ich mich ständig. Und damit soll nun endlich Schluss ein. Nicht vollständig, denn auch Stress kann hilfreich sein. Stress treibt an, Stress beschleunigt. Nicht immer eine schlechte Sache. Aber er verursacht auch Albträume, lässt die Gesundheit leiden, die Seele. Und das möchte ich verringern. Warum zum Beispiel nicht mal regelmäßig massieren lassen? In die Sauna gehen? Eine Stunde für mich nehmen und in meinem Lieblingssessel schmökern? Ein Spaziergang ohne Ziel, einfach nur das Gehens willen? Oder was fällt euch so ein? Ich bin für Vorschläge immer dankbar!









  
 Mantel & Schuhe - Primark
Tasche - über ebay
Hose - Zara
Pullover - H&M


Die Kölner Flora bietet sich für ein Spontan-Fotoshoot immer an. Da gibt es so viele verschiedene Ecken, eigentlich könnte ich hier alle Outfitfotos machen und der Botanische Garten wäre auch nach einem Jahr nicht "leergeschossen". Aber das geht zur Zeit eben nur, wenn mal jemand als Fotograf herhält. Und deshalb habe ich meine Lieblingsärztin bei einem freundschaftlichen Spaziergang gleich mal missbraucht. Sie hat auch schon die Hälfte der Amsterdam-Bilder geknipst und ich freue mich immer, wenn sie sich für solche Anschläge bereit erklärt.

Den übergroßen Mantel wollte ich euch schon lange mal zeigen. Ich habe ihn bereits im Winter getragen, obwohl er dafür eigentlich zu dünn ist. Aber wie das so ist mit neuer Kleidung: Ich kann sie einfach nicht im Schrank lassen. Dafür ist die Vorfreude zu groß. Darin fühle ich mich richtig "Olsen-like". Manchmal trage ich auch einen Gürtel drüber, da mir dieser Trend auch sehr gut gefällt.

Herzstück dieses Outfits ist allerdings die gelbe Palmendruck-Seidenimitatshose. Ich habe sie ungelogen noch nie getragen. Warum? Sie ist durchsichtig. Eigentlich soll man sie wohl im Sommer nur mit Unterwäsche darunter anziehen, aber die sieht man gnadenlos durch. Und deshalb besitze ich sie schon zwei Jahre, habe sie aber noch nie angehabt. Weggeben konnte ich sie aber auch nicht weil Palmendruck! Und jetzt, endlich, bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, einfach eine schwarze Strumpfhose darunter zu ziehen. Ja. Es hat lange gedauert. Aber hey: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Und so wird der gelbe Traum zu meiner "Nur-im-Frühling-zu-tragenden"-Lieblingshose.

Ansonsten brauche ich auf jeden Fall neue Schuhe, damit ich auch mal ein anderes Paar vorstellen kann. Ihr habt euch sicher schon total satt gesehen. Aber welche wohl? Ich muss mich mal umsehen und ein paar Alternativen ausloten...