1/31/2015

Transformation

Wenn ich den Januar so betrachte, sticht ein wiederkehrendes Thema heraus: Transformation. Meine Wohnung, meine innnere Einstellung, meine Lebensumstände. Auch wenn wir es oft nicht merken: Wir befinden uns ständig im Wandel (Haha, "die Welt ist im Wandel" - Herr der Ringe). Ich für meinen Teil finde das toll: Das Leben ist nicht berechenbar, warum sollte ich es dann sein? Neue Stadt? Warum nicht, her damit! Freunde ziehen um? Macht nichts, echte Freundschaften überbrücken Distanzen. Im Job geht es bergab? Neue Arbeitsstelle, neues Glück.
Komischerweise sind es die kleinen Dinge, die sich ja nicht ändern sollen. Wenn mein Lieblingsparfüm aus dem Sortiment genommen wird, kriege ich die Krise. Eine neue Frisur kann mich für alle Zeiten emotional schädigen. Und wenn ich morgens das Sandwich nicht bekomme, das ich jeden verdammten Morgen esse, dann ist der Tag für mich gelaufen.

Doch die elementaren Umstände meines Lebens können sich gerne so häufig wie möglich ändern. Jedes Erlebnis, das ich bisher hatte, ob gut oder schlecht, hat mich an den Punkt gebracht, an dem ich jetzt bin. Und da kann ich mich wirklich nicht beschweren. Selbst die Vorkommnisse, an denen ich wirklich, teilweise noch immer, zu beißen hatte und habe, hatten einen positiven Einfluss auf meinen Lebensweg. Trotzdem ist nicht alles immer eitel Sonnenschein. Im Gegenteil. In den letzten Monaten hat sich eine Unzufriedenheit eingeschlichen, die ich nur mit dem Mangel an Veränderung erklären kann. Noch nie habe ich so lange in einer Stadt gewohnt und den selben Job ausgeübt. Mich packt das Fernweh und die Lust nach neuen Herausforderungen. Irgendwas muss sich ändern und warum nicht das Thema des Januars zum Thema des ganzen Jahres machen? Ich habe beschlossen, dass jeder Monat in 2015 eine andere Variation der Transformation beinhalten soll. Mal sehen, wie das so funktioniert, aber eine Herausforderung wird es sicher. Ich habe so einige Dinge schleifen lassen, weil Alltagstrott ein mächtiger Gegner ist. Aber damit ist dieses Jahr Schluss. Veränderungen, wir brauchen Veränderungen.
Der Januar stand, wie sollte es auch anders sein, unter dem Motto "Wohnungstransformation". Mit diesem Post ist die nun auch endlich abgeschlossen (gut, ich muss noch eine Lampe anbringen, aber psst!). Für Februar habe ich schon einen aufregenden Plan im Kopf, aber den erfahrt ihr erst in ein paar Tagen. Man könnte fast sagen, das ist mein guter Vorsatz für 2015, obwohl ich doch eigentlich gar keinen fassen wollte! Mensch.


 

Noch immer ist das Thema meiner kleinen Küche "50er und 60er", aber ich habe einmal komplett umgeräumt und aufgestockt.
Monatelang habe ich nach einem Putzschrank gesucht, aber die Dinger sind ja teuer wie Zahnersatz. Also freundete ich mich am Ende mit einem faltbaren, lilafarbenen Campingschrank an, den ich blöderweise natürlich nicht fotografiert habe. Vielleicht wird er demnächst mal einen Gastauftritt haben. Wie dem auch sei: Überraschenderweise passt er richtig gut ins Gesamtbild, also bleibt er erstmal.

Auf dem zweiten Bild seht ihr unten rechts in der Ecke ein Stück meines selbstgebauten Katzenklos. Besser gesagt, der Katzenklo-Abdeckung. Denn Mindy ist da eigen und mag keine geschlossenen Toiletten. Viel zu wenig Platz und das stinkt immer so. Ein offenes Klo ist aber sehr unappetitlich, vor allem weil es in der Küche stehen muss (Platzmangel im Bad). So bin ich auf die grandiose Idee gekommen, aus Spanplatten eine einen Meter hohe Abdeckung zusammen zu schrauben. Die Platten kann man sich ganz leicht hier online zurechtschneiden lassen und dann werden sie nach Hause geliefert. Easy. Ich liebe die Technik von heute. Einfach in die Ecken ein paar Schrauben rein und fertig. Die zwei kurzen Seiten habe ich offen gelassen, damit Mindy leicht rein und raus kommt. Und dann habe ich alles noch schön weiß gestrichen, was eigentlich der Löwenanteil der Arbeit war. Jetzt dient die Abdeckung nicht nur der Katze, sondern auch mir als prima Ablagefläche in der Küche.

Da ich im umzigsten Stock wohne, habe ich es endlich aufgegeben, Wasserflaschen nach oben zu schleppen. Da mir Kranwasser aber nicht schmeckt, weil das Wasser auf dieser Rheinseite sehr verkalkt ist, mische ich es mit Holundersirup oder Limettenessenz oder ein bisschen Saft und fülle es Glasflaschen. Stehen auf meinem Küchentisch. Davor drei Gläser mit Kerzen. Ich bin dazu übergegangen, alle meine geliebten Apfelmus-Gläser zu sammeln und sie für alles in meiner Wohnung zu benutzen, für das man sie benutzen kann. Vorrangig für Kerzen. Sieht toll aus und ich produziere nicht so viel Glasmüll.

Über meiner gemütlichen Teeecke an der Wand hängt ein Poster von Marilyn Monroe, das ich sehr liebe, weil sie darauf so natürlich aussieht. Mein Ex hat mal gefragt, ob ich das in jung bin. Auch wenn er schmeicheln wollte... hat ganz klar funktioniert. Daneben seht ihr einen meiner kostbarsten Besitze, der auf meinem Küchenschrank einen Ehrenplatz erhalten hat: Zwei winzige Stücke von einem Kleid, das Marilyn Monroe einmal getragen hat. Mit Echtheitszertifikat. Klar kann jeder ein Zertifikat schreiben. Aber laut meiner Recherchen ist die Quelle "sauber". Deshalb glaube ich daran, dass es sich wirklich um authentische Memorabilien handelt. So. Was sind denn eure liebsten Einrichtungsgegenstände?

1/30/2015

Growing pains

Da sitzt sie und ist fast 31 Jahre alt und so erwachsen... nicht. Kindergarten-Annika fand ja 16 Jahre alte Teenager schon erwachsen und 31 Lenze wären für sie ein Konzept gewesen, dass so gar nicht in ihren kleinen, mit Abenteuer gefüllten Kopf gegangen wäre. Also ist "Erwachsen sein" sowieso eine Frage der Perspektive. 
Aber niemals hätte ich gedacht, dass das emotionale Wachstum mit 13 Jahren aufhört. Klar lernt man, mit Schwierigkeiten besser umzugehen (sollte man zumindest), auch weiß ich jetzt Gesten und Freundschaften mehr zu schätzen als damals. Man war ja doch eine Bratze mitten in der Pubertät (An dieser Stelle: Entschuldige, Mama. "Leicht" ist kein Wort, das man mit meinem Teenager-Selbst in Verbindung bringen kann.).

Zurück zum emotionalen Wachstum. Also hier an dieser Stelle: Nein. Es gibt keine magische Grenze, an der man plötzlich alles locker sieht, über seine Verfehlungen der Vergangenheit schmunzelt und alle Antworten auf die Fragen des Lebens hat. Nur einen Bruchteil davon zu erreichen ist harte, harte Arbeit. Die ich trotzdem jedem ans Herz legen würde, denn nur wer lernt kann auch wachsen. Und im Prinzip haben wir ja nichts anderes zu tun. Nur vor-sich-her-leben und am Ende sagen: "Joa, ich habe halt hier auf Erden so rumgehangen", das ist für mich zu wenig. Ich möchte auf dem Sterbebett die Gewissheit haben, dass ich das beste aus meiner Zeit gemacht habe. Ein bisschen wie in der Schule: Mann KANN seine Zeit absitzen und sich langweilen. Man KANN aber auch mitmachen, das Wissen aufnehmen (Ausgenommen Mathe. Niemals Mathe... Scherz.) und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Dem Gefühl, etwas geleistet zu haben. 

Daran glaube ich wirklich und gebe mir Mühe. Ehrlich. Versprochen. Warum also fühle ich mich sofort wieder wie 13, wenn jemand nicht nett zu mir ist? Egal wer, das ist ja das fiese. Die einzigen Meinungen, auf die ich Wert legen sollte, sind die meiner engsten Freunde und Verwandten (wenn ich nur auf meine eigene Meinung Wert legen würde, würde ich vermutlich schnell zu einem Soziopathen verkommen.). Also warum will ich, dass mich der Postbote mag? Selbst, wenn ich ihn total unsympathisch finde (was nicht so ist - mein Postbote und ich sind Buddys!).
Meine Theorie: Selbst 89 Jahre alte Männer und Frauen fühlen sich noch immer wie 13. Nicht ständig, aber wenn ihr Trigger ausgelöst wird. Diese eine Sache, die sie auf der Stelle in ihre Jugendzeit zurück versetzt. Ein verletzendes Wort, ein Geruch, ein Bild und schon stampfen sie mit dem Fuß auf und sagen vielleicht: "Ich WILL das aber!" oder werden rot im Gesicht, weil sie Hemmungen haben, eine neue Bedienung an der Kuchentheke anzusprechen. Denn nie ist der emotionale Stress so hoch wie in unserer Pubertät. Und die werden wir mit uns herum schleppen, bis wir ins Grab fallen. Es gilt nur, sich von diesem Teenager-Monster nicht beherrschen zu lassen. Denn dann hätten wir schon wieder aufgegeben. Selbst, wenn wir 99 von 100 aller Kämpfe gegen emotionalen Stress und Panikattacken ob einer verschütteten Vergangenheit verlieren: Wir haben uns Mühe gegeben. Und das allein zählt. Welche Gefühlspakete aus früheren Jahren schleppt ihr denn so mit euch rum? Oder geht es tatsächlich nur mir so?













Pullover - Rainbow über BonPrix
Ohrringe - Vintage
Kette - über Kleiderkreisel
Rock - Flohmarkt
Strumpfhose - Primark
Wedges - Billo


Wer meinen Instagram-Account verfolgt, hat schon mal eine kleine Voransicht meines neuen Fuchspullovers bekommen. Er war eine Überraschung von Mama, die um meine kleine Obsession weiß. Und damit hat sie den Nagel genau auf den Kopf getroffen. Es ist Liebe! Aber Achtung: Er fällt eine Nummer kleiner aus, sogar fast zwei!
Ich kombiniere den Pullover mit einem pinken Rock, den ich im letzten Sommer auf dem Flohmarkt ergattern konnte. Leider ist meine Kamera so schlecht, dass man das schwarze Blumenmuster nur erahnen kann. Ich muss jetzt endlich mal in eine Spiegelreflex investieren. Ich habe mein Auge auf die Canon EOS 700 D geworfen. Jemand Erfahrung damit?
Strumpfhose (die wundervolle dicke von Primark, in der ich niemals friere - aber auch hier gilt: Mehrere Größen größer kaufen!) und Schuhe dann wieder in schwarz und grau, da ich finde, dass der Rock in Verbindung mit meinen Haaren genug Farbtupfer bietet. Es ist ja noch nicht Karneval. Der Goldschmuck bricht das ein wenig auf. Hätte ich jetzt Silber gewählt, wäre das Outfit wieder zu trist und das will meine Seele bei diesem Wetter um jeden Preis vermeiden.

1/29/2015

Jacobs Cares

Im Dezember habe ich ja bereits für Bonprix' Aktion "Blogging 4 Charity" einen Blogeintrag geschrieben, der geholfen hat, insgesamt 10.050 Euro für einen gemeinnützigen Zweck zu sammen. Yeah!

Jetzt möchte ich euch auf eine weitere Aktion hinweisen, dieses Mal von Jacobs*. Der Konzern unterstützt die SOS-Kinderdörfer und durch diesen Eintrag werden dem SOS-Sozialzentrum "Nueva Vida - Neues Leben" 15 Ausbildungsstunden gespendet. So erhalten rund 75 Mütter und ihre Kinder Hilfe, in dem die Frauen Handwerke erlernen können und die Kleinen Unterricht erhalten, eine medizinische Grundversorgung bekommen oder die Familien Unterstützung bei der Wohnungssuche.




Ihr könnt euch übrigens auch daran beteiligen, wenn ihr keinen Blog habt. Auf den Jacobs und TASSIMO Packungen finden sich jeweil drei "Treue Taler", die sich ebenfalls in Ausbildungsstunden umsetzen lassen können. Wenn ihr eh Kaffee trinkt, dann ist das doch ein Kinderspiel!

Der Beitrag ist übrigens nicht gesponsert, es geht nur um den guten Zweck. Ich finde, dass der lose Jacobs-Kaffee lecker schmeckt und ich ihn auch gerne trinke, ich aber kein Fan von Kapsel-Maschinen bin, da die Umwelt durch den Mehrabfall stark belastet wird. 

*Link und Bider wurden mir zur Verfügung gestellt, Texte sind von mir. 


1/27/2015

500 Miles

Als ich meinen ersten Blick auf Schottland warf, war es um mich geschehen. Schon immer zog mich irgendetwas wie magisch in Albas (so der Landesname im Gälischen) Richtung. Filme wie "Highlander" und "Rob Roy" und Männer mit roten Haaren und dichten Bärten, Diana Galbadons Figur Jamie (wer die Reihe um Jamie und Claire gelesen hat, weiß was ich meine), Tartans, mein West Highland White Terrier Ernie (Zufall oder Schicksal?), The Proclaimers... ich schreckte sogar vor dem Gedanken an Haggis nicht zurück (und er ist LECKER!). Und dann endlich der letzte Schubs vor zwei Jahren, als mir der Akzent von so ziemlich allen Schauspielern von "Game of Thrones" einfach nicht mehr aus dem Kopf wollte. Und warum eigentlich nicht? Ich konnte keinen Grund finden. Und obwohl ich mein Herz mehr oder minder vorher schon an Schweden verloren hatte, als ich Stockholm besuchte, verdrängte Schottland sofort diesen Flirt mit wahrer Liebe. Stockholm ist wunderbar und ich möchte auch noch unbedingt öfter dort hin. Aber Glasgow mit seinem verrückten Künstlercharme, Edinburgh mit seiner althergebrachten Klasse und Inverness mit seiner ländlichen Vertrautheit sind meine Heimat. Und das meine ich auch so. Würde mir jetzt jemand sagen: Du musst JETZT nach Schottland und dort für immer leben, ich würde sofort die Koffer packen. 



 
Glasgow im Sommer 


   

Loch Lomond


 

   

   Besteigung des Ben Lomond


 
 Jugendherberge in Rowardennan


 
 
  
 

 Wandern am Loch Lomond


Im letzten Jahr hatten eine Freundin und ich uns vorgenommen, einen Teil des West Highland Ways zu erwandern. Blauäugig wie wir waren dachten wir, och, an einem Tag schaffen wir doch locker die Strecke von Rowardennan bis nach Inverarnan. So 33 Kilometer, nech? Kein Problem. Noch nie ne größere Strecke gewandert? Ach was, Spaziergang, wir haben doch Zeit. Yours truly hat natürlich auch kein Wasser und nix zu essen dabei, weil, ist ja bestimmt wie in Deutschland, gibt es einen Kiosk an jeder Ecke.
Also. Der West Highland Way. Klettern. Bergauf und bergab im Minutentakt. Durchschlagen durch dichtes Gebüsch. Wilde Ziegen. Geröll. Keine Behausung auf 30 Kilometern. Zäune zum drüber steigen. Kein Wasser. Kein Essen. Riesige Wanderrucksäcke auf dem Rücken. Willkommen in meiner Welt. 
Die ersten 15 Kilometer waren super. Und ausreichend. Die letzten waren die Hölle. Am Ende haben wir uns nur noch so dahin geschleppt und Wasser aus einem Gebirgsbach geschlabbert. Glücklicherweise ist das in Schottland völlig in Ordnung. So ne schöne Magenverstimmung oben drauf wäre es bestimmt noch gewesen. Aber mein Lieblingsland hat uns da nicht im Stich gelassen. Auch das Wetter war genau richtig, wie man auf den Fotos sehen kann. Und trotz der unglaublichen Anstrengung und Dummheit meinerseits war es doch die schönste Strecke, die ich jemals überwinden musste. 
Diese völlig in sich ruhende Natur, der man die paar Wanderer täglich nicht ansieht. Dort hat sich in den letzten Jahrhunderten kaum etwas geändert und so fühlt es sich auch an. Das ist kaum zu beschreiben, ein Gefühl fast wie die Reise in einer Zeitmaschine. 
An diesen Ort werde ich definitiv wieder zurückkehren, doch zuerst muss ich mir die Isle of Skye ansehen. Jeder Schottland-Bereisende, dem man dort über den Weg läuft, preist einem die Landschaft dort an. Deshalb ist das mein Ziel in diesem Jahr, das ich hoffentlich so gen Herbst/Winter erreichen werde.

1/24/2015

Home Improvement

Es gibt für mich kaum etwas Entspannenderes als meiner Hände Arbeit. Ja, ja, mögt ihr da sagen, aber als Journalist höchstens mal 'ne Lampe aufbauen und sonst nur Anweisungen geben oder sitzende Arbeit verrichten. Aber es ist doch so: In dem Moment, in dem man durch sein täglich' Brot dazu gezwungen ist, zu tun, was eigentlich sonst ein Hobby ist - dann fängt es an, keinen Spaß mehr zu machen. Jedenfalls geht es mir so. Müsste ich jetzt täglich eine vorgegebene Menge Tische tischlern oder Lampen lampen, äh, anbringen, dann würde ich das zu Hause sicherlich nicht mehr tun. Und der Spaß wäre nach der 500sten abgeschmirgelten Aufbewahrungsbox auch weg. Deshalb hebe ich mir DIY für zu Hause auf. Das einzige Problem: ich kann es nun nicht so besonders gut. 

"Alles ein bisschen", ist mein Motto, denn ab einer gewissen Grenzen hört das Talent bei mir auf. Geht mir in vielen Dingen so. Klavier spielen, tauchen, Tischtennis, stricken, Gitarre, Mathe. Ich will, ich KANN aber nicht mehr. Noten sind mir ab dem Fis ein Rätsel, Kurvendiagramme wollen sich nicht zeichnen lassen und die Augen unter Wasser öffnen ist schlicht und einfach nicht möglich. Früher hat mich das maßlos geärgert. Aber mit dem Alter kommt die Gelassenheit, oder so. Ich habe erkannt, dass ich nicht in allem die Beste sein kann und es auch nicht muss. So lange mir Spaß macht, was ich tue, ist ein selbstgestrickter Schal mit Macken doch in Ordnung. Klar bin ich noch immer neidisch auf die Mädels, die wundervolle gemusterte Zopfpullis zaubern können, aber es ist ein gesunder Neid. Ein bewundernder Neid. Dafür kann ich andere Sachen: Singen. Zeichnen. Schreiben. Die Finger bis zum Handgelenk biegen (ich habe nicht gesagt, dass es nützliche Talente sein müssen). 
Mein neugestalteter Schuhkarton ist nicht perfekt. Aber ich habe die Wände selbst gestrichen, die Lampen angeschlossen und Möbel zusammen gezimmert. Und deshalb liebe ich ihn noch viel mehr.


Oberteil & Hose - Primark


Bei der Wohnungsumgestaltung ist ein lässiger Look natürlich Pflicht (aber vorsicht beim Streichen - dann doch lieber in Klotten, die weg können!). In den Klamotten muss ich mich bewegen können und deshalb müssen sie an den richtigen Stellen eng und weit sein. Wie hier die schwarze Stretch-Hose und der warme, locker fallende Pullover. Alltagstauglich sind die Sachen zudem und ich liebe die Fledermausärmel, die genau die richtige Länge haben. 
Ich finde Ärmel, die direkt am Handgelenk abschließen, grausam. Die schiebe ich immer hoch. Entweder müssen sie bis zur Hälfte der Hand gehen (was kaum ein Ärmel hinbekommt) oder eben gleich so gekürzt sein wie hier.

Beim Editieren ist mir aufgefallen, dass man hier zum ersten Mal so richtig mein "Dunkler Turm"-Tattoo sieht. Deshalb vielleicht eine kurze Erklärung: Ich bin der größte lebende Stephen King-Fan der Welt. Und seine "Der dunkle Turm"-Reihe wird fast religiös jedes Jahr einmal gelesen. Darin geht es um den letzten Revolvermann, dessen einziges Lebensziel es noch ist, den dunklen Turm zu erklimmen. Warum? Unklar. 
In einer Welt, die stellenweise wie ein Italo-Western, stellenweise wie eine Zukunftsversion nach einem Atomunglück anmutet, verfolgt er den Mann in Schwarz, der ihm dabei helfen soll. Während seiner Reise trifft er auf Gefährten aus unserer Welt, aber aus verschiedenen Zeiten. Es gibt Zauberer, sprechende Tiere, Roboter, Liebesgeschichten und tausend Berührungspunkte mit allen Werken von King, die ich als Harcore-Fan natürlich besonders genial finde. Der erste Band ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil er von einem studierenden Jung-King geschrieben wurde, der nicht wusste, dass daraus dieses Epos werden würde. Vor ein paar Jahren hat der Meister des Horrors aber Band 1 noch einmal überarbeitet und die Version ist besser und fügt sich natürlicher in den Rest der Reihe. Ab Band 2 seid ihr süchtig, außer revolverschwingende Ritter, mutierte Menschenfresser und rätselratende Züge sind so gar nicht euer Ding.
Aber zurück zum Tattoo: Das Zeichen ist das Sigul der Eld-Linie. Arthur Eld war der erste Regent der mystischen Welt des "Turms" und Roland, der letzte Revolvermann, ist sein Nachkomme. Er steht für das Weiße und alle Revolvermänner. Und für mich natürlich auch für meine geliebte Buchreihe und meine große Liebe, das Schreiben.


"Ich ziele nicht mit der Hand; wer mit der Hand zielt, hat das Angesicht seines Vaters vergessen.
Ich ziele mit dem Auge. 

Ich schieße nicht mit der Hand; wer mit der Hand schießt, hat das Angesicht seines Vaters vergessen. 
 Ich schieße mit dem Verstand.  

Ich töte nicht mit meiner Waffe; wer mit seiner Waffe tötet, hat das Angesicht seines Vaters vergessen. 
 Ich töte mit dem Herzen."

- Stephen King, "Der dunkle Turm"

1/21/2015

Gossip Girl

Eine gute Freundin, die aus Australien kommt, hat mir mal folgenden Rat gegeben: Wenn alles scheiße ist, zieh' doch einfach um. Seitdem beherzige ich diesen Ratschlag. Ein Neuanfang ist befreiend und es gibt nichts besseres zur Ablenkung, als eine neue Stadt zu erkunden. Eine neue Wohnung einzurichten. Ein neues Leben zu organisieren. 
Keine Altlasten. Herrlich. Das gilt natürlich nicht für jeden. Ich bin ein Zugvogel und war es immer schon. Drei Jahre an einem Ort waren bisher das höchste der Gefühle. Hannover, München, London, Köln, Urlaub, Urlaub, Urlaub. Stockholm. Glasgow. Melbourne. Dublin. Edinburgh. Palma. Paris. Strasbourg. Ich will alles sehen und erleben und das nicht von Außen, sondern mitten drin. Cluburlaub ist der Teufel. Ich will Rucksack, Hintergassen, Schlafen am Flughafen, Locals. 
Menschen, die es lieben, einen sicheren Hafen zu haben, denen würde ich meinen Lebenswandel nun nicht ans Herz legen. Und sicher sagen viele, vor seinen Problemen kann man nicht davon laufen. Aber das mache ich auch gar nicht. Denn ich weiß, dass das nicht geht. Doch die Perspektiven verschieben sich durch einen Neuanfang. Man sieht, dass es noch so viel mehr zu entdecken und zu erleben, ach, was sag' ich, leben gibt. Dieses eine Problem ist nicht das Ende der Welt. Ein Neustart ist immer und überall möglich. Und durch den Ortswechsel bin ich jedes Mal so abgelenkt, dass ich an 23 Stunden des Tages vergesse, dass ich überhaupt ein Problem habe.


3D-Schmetterlings-Wandtattoo - Catadewa-Hobby-Creativ
Petrol-Wandfarbe - Rafa
 

Ich will jetzt nicht sagen, dass tiefster Trübsal der Grund für alle meine Umzüge war. Ganz im Gegenteil. Wie gesagt: Zugvogel. Und auch ich liebe meinen sicheren Hafen, den ich mir aber recht schnell schaffe, in dem ich mich mit Sachen umgebe, neben denen ich mich heimisch fühle. Letztes Jahr siedelte ich von meiner millionsten WG zum ersten Mal in eine eigene Wohnung über, meinen Schuhkarton. Ich füllte ihn mit all meinen geliebten Sachen. Das Konzept: Wald. Ihr kennt die Bilder, hier und hier. Als ich Ende des letzten Jahres aber wieder dieses altbekannte Ziehen im Bauch spürte, mich aber in Köln überraschenderweise noch recht wohl fühle (Köln rockt!) und Urlaub gerade leider nicht drin ist, machte ich mich wie ein fleißiges Bienchen über meinen Schuhkarton her. 
Und nun das Ergebnis: Vom Wald hin zu Urban Verrückheit. Ich liebe es, seltsame Elemente mit sauberen Einrichtungsgegeständen zu mixen. Schwarz, weiß und braun, bunte Bilder, Bleistiftzeichnungen, Kisssssssssen, Füchse und Nippes, der überhaupt keinen Sinn macht.
Ansonsten sind Flohmärkte mein zu Hause. Es gibt nichts Besseres als Dinge, die eine Geschichte haben, auch wenn ich sie nicht kenne. Und Inspirationen hole ich mir ganz gerne mal aus dem TV. Wie meine schöne Schmetterlingswand, deren Grundidee aus dem Zimmer von Serena van der Woodsen stammt. Mein Einrichtungstraum ist übrigens die Loft von Mary Margaret aus "Once upon a time". Würde ich dort wohnen, nie wieder würde ich umziehen. Zugvogel hin oder her.

1/17/2015

Winterschlaf

Mir kommt es so vor, als luge die Sonne nur für fünf Minuten am Tag hervor, wenn überhaupt. Ich begrüße sie dann immer wie einen alten Freund und würde am liebsten den Snoopy-Tanz aufführen. Dabei bin ich eigentlich der Lieber-im-Haus-Bleiber. Ich mag es, meine Sachen um mich zu haben, meine Badewanne, mein Bett, meine sicheren vier Wände. Aber dieser Winter dauert einfach zu lange. Ich sehne mich nach Picknickdecken, Einweg-Grill und kaltem Kölsch, während meine Füße grünes, kühles Sommerabendgras unter den Sohlen spüren.

So bleibt mir nur, es mir zu Hause so gemütlich wie möglich zu machen und zu schlafen, schlafen, schlafen. Mindy im Arm, Kuschelpullover drüber, ein gutes Buch und ein Tee in Reichweite - so lässt es sich zumindest aushalten. Die drei Monate schaffen wir auch noch! Und ich kann mich an ein Osterfest vor vier Jahren erinnern, während dem ich auf dem Balkon gebraten habe. Also ist noch nicht alle Hoffnung verloren. 


Pullover, Statement-Kette und Hose - Primark
Heels - Deichmann 


Dieser ist der einzige Pullover, in dem ich auf der Arbeit nicht frieren. Dort heize ich sonst immer wie eine Wilde, während meine armen Kollegen schwitzen müssen, weil ich eine Eisnase bin. Aber wenn ich diesen Pulli trage, der übrigens auch wie der famose Einhorn-Pullover aus winzigen Haaren besteht, können die Kollegen aufatmen. 
Kombiniert mit einer einfachen schwarzen Hose und Statement-Kette vervollständigt er mein Business- und auch Freizeit-Outfit. Mit dem klassischen Look kann man eingentlich nichts falsch machen.
Die Heels sind von Deichmann und bringen einen Farbtupfer in den grauen Winteralltag, den dieser dringend nötig hat. 
Hier sieht man übrigens meine Wohnung noch vor der Neugestaltung. Ich kann es kaum erwarten, euch das Ergebnis zu präsentieren, aber noch bin ich nicht zu 100 Prozent zufrieden. Einen kleinen Vorgeschmack konntet ihr ja schon auf Instagram sehen. Aber harrt aus, ihr Lieben, bald ist es soweit.

1/13/2015

Journalistin mit Herz

Der ein oder andere weiß vielleicht, dass ich im journalistischen Bereich arbeite, "für dieses Fernsehen" hauptsächlich. Eine unglaublich interessante Arbeit, bei der ich immer wieder hinter Kulissen schnuppern darf, von denen ich vorher keine Ahnung gehabt habe. Wie funktioniert ein hydraulischer Dinosaurier? Sind Hybrid-Autos die Zukunft? Wie gefährlich ist Sonneneinstrahlung wirklich? On top lerne ich auch noch unzählige spannende Menschen kennen, die mir ihre Lebensgeschichte erzählen. Ich möchte schon sagen, dass ich in der Hinsicht priviligiert bin und weiß das auch sehr zu schätzen.

Dieser Beruf beinhaltet allerdings auch große Verantwortung. Oft stehe auch ich vor der Frage: Kann ich DAS und was DARF ich zeigen? Was könnte Menschen schaden, denen vorm Fernseher und auch den Protagonisten selbst? Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, meine eigene Integriät nicht zu verraten (Überraschung - wer will das schon?). Natürlich ist kein Mensch perfekt und ich mache sicherlich trotzdem Fehler. Aber nicht bewusst. Ich bin dankbar für jeden Menschen, der mich darauf hin weist. Und für meine Arbeitsstelle, die mir erlaubt, meinem moralischen Kodex so zu folgen, wie ich es für richtig halte. Ich glaube, dass nicht jeder diese Wahl hat. Auch in meiner Vergangenheit gab es Zeiten, in denen ich beruflich gegen meine Überzeugung gehandelt habe, weil ich dachte, es tun zu müssen. Das kann ich nun nicht mehr rückgängig machen. Ich kann nur meine Fehler einsehen und in Zukunft so handeln, dass ich morgens in den Spiegel sehen und sagen kann: "Gestern habe ich nichts bereut." Jeder Mensch kann sich ändern. Er muss es nur wollen.














Mantel - Sheinside
Kette & Ohrringe - Kool Kat Kustom
Strumpfhosen - Primark


Dieser mein schöner Frühlingsmantel stammt von Sheinside. Ich habe ihn auf dem Blog von Luanna entdeckt und mich sofort verliebt. Angeblich besteht er aus einem Baumwoll-Gemisch, aber dann beinhaltet die "Mischung" wohl zu 90 Prozent Polyester. Aber ich will ihn ja auch nicht im Hochsommer tragen. Für kühle, aber noch angenehme Tage ist er genau richtig. An den Säumen standen noch Fäden heraus, die ich abschneiden musste. Aber ansonsten ist er perfekt. Ich liebe die Farbe und den Schnitt und sehe darin aus wie die rasende Reporterin.

Kette und Ohrringe habe ich mir bei Kool Kat Kustom bestellt. Ich hatte erst Angst, dass sie ein bisschen zu makaber aussehen könnten, aber kaum jemand bemerkt auf den ersten Blick, dass es sich überhaupt um detailgenaue Darstellungen von Herzen handelt. Habe bisher auch nur Komplimente bekommen. Sie bestehen aus Acryl mit Lasergravur. 
Auf der Seite kann man sich auch Buchstaben-Ketten nach eigener Vorstellung designen lassen, ebenfalls aus diesem Material. Meine beste Freundin hat sich sehr darüber gefreut, als sie einen nur speziell für sie gedachte Halsschmuck unter dem Weihnachtsbaum vorfand, den ich habe für sie anfertigen lassen.

Zuletzt zu den Strumpfhosen: Fuchs-Liebe. Mehr muss ich nicht sagen.

1/08/2015

Wenn ich nicht ich wäre (TAG)

Ich habe so einen hirnanregenden TAG entdeckt, als ich über die alte Seite von Flo gesurft bin. Beim Durchlesen hatte ich sofort Kopfkino, deshalb beantworte ich den jetzt auch mal, obwohl mich ja keiner getagged hat. Und ich auch keinen tagge. Aber vielleicht findet ihr es ja lustig.




Wenn ich nicht ich wäre, was wäre ich dann?

Monat: März
Wochentag: Montag
Tageszeit: Morgengrauen
Planet: Venus
Meerestier: Hai
Richtung: Norden

Zahl: 7
Kleidungsstück: Petticoat
Schmuckstück: Chandeliers mit grün-blauen Steinen
Kosmetik: roter Lippenstift
Blume oder Pflanze: Gummibaum oder Stiefmütterchen
Flüssigkeit: Gin
Baum: Birke
Vogel: Wellensichttich
Möbelstück: Bett
Wetter: Sommerregen
mythisches Wesen: Wassernymphe
Farbe: Blau
Element: Feuer
Lied: "Someday" von Naked Raven
Körperteil: Haare
Schulfach: Kunst
Gegenstand: alter Lampenschirm mit Troddeln
Wort: Sofort
Körpergefühl: Angespannt
Getränk: Mexikaner
Eissorte: Himbeere
Märchen: Von einem, der auszog, das fürchten zu lernen

Stadt: Glasgow

1/07/2015

Warnung - Haare in Not!

Dies ist eine Geschichte, die vorbeugen soll - eurem Unheil! *Donnerschlag*
Es ist die Geschichte meiner völlig zerstörten Haare, die nun endlich auf dem Weg der Besserung sind. Sie haben noch eine lange Strecke vor sich, aber das Schlimmste ist überstanden. Nehmt euch an mir ein Beispiel und behandelt eure Friese besser als ich es getan habe.
Wer sich wundert, warum in letzter Zeit so viele Bilder von mir mit Zopf hier auftauchen, der kann sich jetzt mit einem "Aha!"-Ruf entspannt zurück lehnen. 




Meine Frisur besteht aus drei Lagen: Am Ansatz haben wir das neue, nur einmal mit Elumen VV@all gefärbte, gesunde Haar, von dem ich mir mehr wünsche. 
Dann folgt ein Streifen, der auch noch gesund ist, unter dem sich aber zwei Schichten Sante Flammenrot befinden, weshalb er nicht ganz so dunkel ist wie der Ansatz. 
Und dann das Grauen: Der Rest von meinem Haar. Frisselig, trocken, aber wenigstens nicht ganz so kaputt wie er aussieht (jedenfalls laut meines Frisörs). Monatelanges Bleichen, monatelanges Kupfer tönen, gefolgt von monatelangem Bleichen. Den Rest gegeben mit Haarkreide. Abgebrochene Spelzen. Trockenheit. Juckende Kopfhaut (darunter leide ich noch immer, aber es wird besser).

Wenn meine Warnung zu spät kommt, hier ein paar Tipps, die ich bisher noch nicht preis gegeben habe. Im Moment fahre ich damit sehr gut:
  • Haarseife. Enthält keine Tenside (der Teufel bei strapazierter Kopfhaut) und nach der Wäsche merke ich, wie mein gesundes Haar seine natürliche, lockige Haarstruktur wieder erhält.
  • Essig-Rinse. Zwei daumenbreit Essig in einer 0,7 Liter-Wasserflasche. Nach jedem Waschen das Haar damit spülen. Gut für den PH-Wert, schließt die aufgerauhte Schuppenschicht der Haare. Riecht  nach Salat, wenn die Haare nass sind, verflüchtigt sich dann aber bei Trockenheit.
  • Kur vor dem Waschen. Ich nutze (trotz des Alkohols, aber etwas Besseres konnte ich bisher noch nicht finden) die Alverde Avocado-Sheabutter Kur. Eine Stunde VOR dem Haarewaschen massiere ich sie in die Längen und lasse sie einwirken. Früher habe ich Kur immer nach dem Waschen genutzt, aber ich habe gemerkt, dass es so rum bei mir mehr Wirkung zeigt.
Ansonsten empfehle ich den Tangle Teezer, um so wenig wie möglich an den verknoteten Enden herum zu zupfen. So oft wie möglich lufftrocken lautet die Devise. Und Zöpfe, Zöpfe, Zöpfe, damit das Elend versteckt wird. Aber milde Gummis benutzen, also ohne Metalle. Am besten gleich einen Papanga. Oh, und wenn ihr, wie ich, nicht alles runter säbeln wollt, dann sind Mikro-Trimms vielleicht das richtige. Also nur minimal etwas von den Spitzen abschneiden, mit einer scharfen Frisör-Schere, damit sie nicht beschädigt werden. Je stumpfer desto mehr Schaden.

1/06/2015

Kleidliebe

Hier ist es, mein neues Lieblingskleid. Es ist aus Cord und hält mollig warm und hat ein tolles Muster und breite Schultern und ist überhaupt einfach perfekt. Die Reaktionen der Leute um mich herum reichten von "Das ist ja ein schönes Kleid!" bis zu "Wessen Tischdecke trägst du denn?" Aber die Reaktionen der Leute sind mir so und so egal. 
Okay, das ist gelogen. Natürlich freue ich mich über Komplimente. Nur die negativen Kommentare überhöre ich, denn das ist einfach Geschmack und Schönheit liegt im Auge des Betrachters. 

Schlimmer finde ich, wenn jemand einen meiner Charakterzüge oder eine meiner Handlungsweisen schlecht bewerten würde. Über so etwas denke ich lange nach. Stimmt es, was die Person sagt? Wenn nein, tut es trotzdem weh. Denn dann ist etwas, was ich in gutem Gewissen und Glauben gesagt oder getan habe, ganz und gar nicht so angenommen worden. Liegt das an mir oder an meinem Gegenüber? Und wie mache ich der Person nun klar, dass sie sich irrt?
Dann habe ich es eigentlich sogar lieber, wenn mein Kritiker richtig liegt. Denn das schmerzt zwar auch, aber mir wird bewusst, was ich verbrochen habe und habe somit die Chance, mich zu ändern. Und ohne konstante Änderung kann der Mensch nicht wachsen. 


1/05/2015

Size doesn't matter

Warum sollen wir nur die Größe tragen, die ein Klamottenlabel uns aufgedrückt hat? Richtig, es gibt keinen Grund. Hat ja eh jedes Geschäft eine andere Vorstellung davon. Wenn es nach den gängigen Marken ginge, bin ich ein Hybrid aus großer S und kleiner XL. Also wen juckt es? Mich nicht. Wenn ich etwas schön finde und es passt dann kaufe ich es auch! 

So geschehen mit dem wundervollen Hellow Dress der Plus-Size-Designerin Ashley Nell Tipton aus den USA. Seit einem halben Jahr habe ich es immer wieder bewundert, und als es dann im Sale erschien, habe ich sofort zugegriffen. Da es Plus-Size-Mode ist, wurde die kleinste Größte mit 2 X angegeben. Weil mir das aber wurst ist, dachte ich mir: Ach, entweder passt es wie angegossen oder es wird passend gemacht. An der Hüfte sitzt es dank Gummizug auch vorzüglich. Aber dummerweise ist der Brustbereich für Größeres gemacht. Noch größer, meine ich. Um mal auf den Punkt zu kommen: Wenn ich das Kleid zuknöpfe, sieht es aus, als hätte ich zwei lange, schlauchartige, platte Brüste darunter versteckt, die bis an meine Knie reichen. Umschneidern ausgeschlossen. Doch gewusst wie! Dann lasse ich das Kleid einfach auf! Schade nur, dass man die filigrane Spitze dann schlecht sieht, aber ich liebe es so sehr, dass ich es nicht über's Herz bringe, es zu verkaufen. Und es sieht doch trotzdem wunderschön aus.


Hellow Dress - Ashley Nell Tipton
Stiefel - Buffalo 

1/02/2015

Schneewittchen

Ihr fragt euch sicher, warum keine Weihnachtsposts? Warum nichts zu Sylvester? Die Antwort: Ich war krank. Ja, direkt an Heiligabend. Dabei wollte ich euch so gerne mein Weihnachtsoutfit präsentieren. Hätte ich mal vorbereiten sollen. Ja, hinterher ist man immer schlauer. Und danach war ich so demotiviert, es ging mir auch noch nicht besonders... Was soll ich sagen? Dafür jetzt Schnee (Kommentar von so ziemlich jedem: Du siehst aus wie eine Märchenfigur!) und alles andere wird an anderer Stelle nachgeholt. Versprochen!

Und P.S.: Ich hoffe, ihr seid alle sicher rüber gerutscht und hattet ein tolles Weihnachtsfest mit all euren Lieben!





Kleid - Primark
Bolero-Ärmel - Sheinside 


Erst neulich habe ich den Online-Shop von Sheinside entdeckt. Und ich muss sagen, ich bin wirklich überzeugt. Es hat ein wenig gedauert, bis meine Sachen da waren. Aber wenn es zu lange dauert, kann man sich dort einloggen und den Versand mit einem Mausklick beschleunigen. Nachdem ich das getan hatte, waren die Stücke innerhalb einer Woche da. Die Preise sind total angemessen und die Qualität ist super. Hätte ich nicht gedacht. 

Die roten Bolero-Ärmel sind eigentlich wirklich nur ein Schal mit halben Ärmeln am jeweiligen Ende. Bis ich raus hatte, wie man den richtig um sich legt, damit ein Oberteil draus wird... Ich glaube, ich habe es immer noch nicht richtig geschnallt. Aber sie sind total dick und halten warm und mir gefallen sie sehr gut. Von dort stammt auch noch ein toller Übergangsmantel, den ich euch demnächst mal vorstelle. Also bleibt dran!

Das Kleid ist ebenfalls wintertauglich, sehr dick, leider aber mit kurzen Ärmeln. Außerdem ist es ein bisschen kurz. Ich bin mit meinen 168 Zentimetern ja nun nich die Größte und eigentlich sollte man erwarten, dass man meinen Hintern nicht sieht wenn ich mich bücke. Deshalb trage ich das Kleid nur mit Leggins. Man kann es vom Schneewittchen-Look mit ein paar anderen Elementen ganz leicht in eine ganz neue Richtung stylen, aber mehr verrate ich nicht. Denn dieser Post ist schon geplant.

Wie ihr seht habe ich schon jetzt viel vor in 2015. 2014 war nicht wirklich mein Jahr und deshalb kann es nur besser werden. Daumen drücken! Wie sieht es bei euch aus? Freut ihr euch auf das Kommende oder trauert ihr dem Gehenden hinterher?