1/31/2014

Eine Woche in der Hölle

Woche 1 meines 'No poo'-Experiments ist zu Ende. Und ich lüge nicht, wenn ich sage: Es war und ist die Hölle. Doch ich ziehe es durch. Noch...




Wie ihr sehen könnt, ist der Ansatz fettig, dafür sind die Längen staubtrocken. Laut Internet nicht ungewöhnlich. Und es könnte viel schlimmer sein. Ich habe Bilder gesehen. Noch kann ich unter Menschen gehen. Juhu! Trotzdem ist das Gefühl entscheidend. Und ich fühle mich wirklich nicht wohl. Ich kann mein Haar kaum anfassen, so schleimig komme ich mir vor. Deshalb vermeide ich das. Die 100 Bürstenstriche, die nötig sind, damit sich das Sebum in den Längen verteilt, sind das Höchste aller Gefühle. 

Der schlimmste Tag dieser Woche war aber definitiv der Dritte. Ich bin morgens aufgewacht und meine Kopfhaut hat gejuckt, das war schon nicht mehr feierlich. Deshalb griff ich doch schon relativ früh in dem Experiment zu Backpulver und Apfelessig. Was ich damit gemacht habe: Das Backpulver dient als Shampoo-Ersatz. Es zieht das Fett aus den Haaren. Macht sie aber auch sehr, sehr, sehr trocken. Deshalb habe ich nur einen halben Esslöffel in eine ganze Tasse Wasser gegeben, die ich über meinem Kopf auskippte. Trotzdem war das noch zu viel und ich musste die darauf folgenden zwei Tage ausgiebig mit Wasser nachspülen, um die Reste zu entfernen. Dafür war der Juckreiz weg. Ist er auch noch immer.

Mit einem halben Esslöffel Apfelessig in einer Tasse Wasser spülte ich nach dem Auswaschen des Backpulvers noch einmal nach. Das dient als natürlicher Conditioner. Auch diese Prozedur hat wunderbar funktioniert. Der Geruch, über den sich viele Probanden beschwert haben, verflüchtigte sich sofort nach dem Nachspülen. Das kann ich also nicht bestätigen. Allerdings habe ich auch kurze Haare, da fliegen einem die Tressen natürlich nicht ständig vor der Nase rum.

Was den grundsätzlichen Geruch angeht: Ja, mein Kopf riecht "talgiger". Aber das ist schon alles. Trotzdem fehlt mir die parfümige Brise meines Shampoos. Ich bin ja mehr so der "alles-muss-nach-irgendwas-riechen-und-am-liebsten-nach-Muffins"-Typ. Und gerade vermisse ich das schon sehr... Seufz.

1/27/2014

Winterhochzeit: Kirchedition


Im Gegensatz zum Standesamt darf's in der Kirche auch ein bisschen festlicher sein. Natürlich nur echt mit Fascinator... und Glitzer!

P.S.: Ja. Ich bin um fünf Uhr morgens aufgestanden.








Blazer & Kleid & Fascinator  // Blazer & dress & fascinator - H&M
Clutch & Stilettos - Deichmann

1/24/2014

Ein haariges Experiment


Ich wasche mir die Haare nicht. Schock. Nochmal lesen. Ihhhh! So. Jetzt noch mal von vorn. So ganz stimmt das nämlich nicht. Ich wasche mir die Haare nicht mehr mit Shampoo. Ab heute. Ganze sechs Wochen lang (und wenn das gewünschte Ergebnis erzielt wird, natürlich auch länger). Hoffentlich. Ob ich das aushalte, weiß ich nämlich nicht. 



Erster Tag, kein Shampoo - so weit, so gut... // First day no poo - so far so good...


Die Bewegung ist nicht neu. „No poo“ nennt sich der Trend, die Haare ohne handelsübliche Shampoos zu waschen. Das soll gesund für den Skalp sein und eine wunderbare, wallende Bollywood-Windmaschinenmähne hervorrufen. Anhänger von „No poo“ vertreten die Meinung, dass durch übermäßiges Waschen mit chemisch hergestellten Produkten die natürlichen Öle der Kopfhaut, genannt Sebum, entfernt werden. Um das auszugleichen, produziert die Haut übermäßig viele Öle und das Haar wird fettig.

Ein anderer Grund, komplett auf Shampoo zu verzichten: Die Inhaltsstoffe. Gerade die Sulfate können Hautirritationen hervorrufen. Silikone schädigen die Haarstruktur und lassen die Tressen nach langem Gebrauch strohig zurück. Und Triclosan, das antiseptisch in viele Haarprodukte beigegeben wird… Da will ich gar nicht mit anfangen. Wen es interessiert, kann es hier nachlesen. 

Alles Panikmache oder die reine Wahrheit? Sollen wir uns im Wald verstecken und vor uns hin stinken? Oder zu Hause den ganzen lieben langen Tag unsere eigenen Pflegeprodukte herstellen, damit wir 103 Jahre alt werden? Wenn es danach ginge, dürften wir nichts mehr essen, trinken, keine Kleidung mehr tragen, natürlich. Unsere Umwelt belastet uns, wenn wir nur die Straße entlang gehen. Unsere Körper saugen die Schadstoffe schon mit der Muttermilch auf. Und ja: Auch ich ziehe mir von Zeit zu Zeit einen unglaublich ungesunden und schädlichen Fastfood-Burger rein. Weil’s schmeckt!

Aber. Aber warum nicht mal ein bisschen drauf achten? Kann ja nicht schaden. Sondern eher helfen. Deshalb färbe ich mir die Haare nicht mehr (und mein Ansatz ist schon 3 Zentimeter lang – nach meiner Rechnung ist die Farbe in zwei Jahren rausgewachsen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…). Und deshalb will ich „No poo“ ausprobieren. Was kann schon passieren? Ich laufe sechs Wochen mit fettigem Haar rum, im schlimmsten Fall. Aber hey, sie sind kurz. Notfalls behaupte ich, das ist Gel. Und der Geruch? Ich werde wöchentliche Schnuppertests absolvieren lassen, durchgeführt durch Nasen, die sich freiwillig melden. Oder gezwungen werden. Notfalls ziehe ich Natron hinzu. Das soll die Geheimwaffe sein. Die Alternative zu Shampoo. Aber ich hoffe, das wird nicht nötig sein. Ich möchte nur noch Wasser an mein Haupt lassen. Sehr warmes, reines Wasser. Das spült alles aus, angeblich. Wir werden sehen. Breche ich vorzeitig ab, werde ich berichten. Ziehe ich es durch, auch. Drückt mir die Daumen (und sagt mir, wenn mein Kopf riecht…)!

P.S.: Den letzten Schritt werde ich nicht gehen – noch nicht einmal mehr Wasser an mein Haar lassen. Die Kopfhaut sich selbst reinigen lassen. Denn auch das soll wunderbar funktionieren. Aber irgendwo gibt es doch Grenzen…

1/21/2014

Winterhochzeit: Standesamt Edition


Eine meiner besten Freundinnen hat in diesem Monat geheiratet und ich war nicht nur mit von der Partie, sondern auch die Trauzeugin. Einer solchen Ehre muss man gerecht werden, in Wort, Tat und Aussehen! Da es im Januar aber ein bisschen kühl ist, stellt das vor verschiedene Herausforderungen. Warm angezogen, aber dem Anlass entsprechend, lautet die Devise. Hier mein Outfit, das ich für das Standesamt gewählt habe.










Overall - Asos
Brokat-Blazer // Brocade BlazerKleiderkreisel
Vagabond POPPY Keilpumps // Vagabond POPPY wedges - Zalando
Wild Gold Parfüm // Wild Gold perfume - George Gina & Lucy
Ohrstecker // Ear pins - Takko

1/19/2014

Mit Wimpern klimpern

Weihnachten ist ja nun schon was rum, aber ich komme erst dazu dazu, um zu berichten, dass ich nur wenige Tage in der Folgezeit brauchte, um eines meiner Lieblingsgeschenke unterm geschmückten Baum zu verschlingen: Und wer sind Sie: Jackie oder Marilyn? Entdecken Sie Ihren wahren Stil von Pamela Keogh. Unter an derem erfuhr ich so, dass Marilyn Monroe jeden Tag nicht nur perfekt geschminkt verbrachte, sondern auch immer falsche Wimpern trug. Um genau zu sein: Die Hälfte davon, weil das natürlicher aussieht und die Enden genauso lang und geschwungen verlaufen. Nur auf dem Oberlid, wohlgemerkt. Gesagt, getan. Und ein komplettes Make-Up kreiert.






Ich selbst bin kein großer Fan von Foundations, weil ich mir dann so vorkomme, als sei meine Haut verklebt. Deshalb nutze ich maximal eine gut verträgliche Gesichtscreme, da ich sehr empfindliche Haut habe. An meine Wangen kommen nur fremde Lippen und Nivea. Deshalb nutze ich ein loses Puder und decke nur unreine Stellen mit einem Concealer ab. Da die Natur es mit mir ziemlich gut gemeint hat, jedenfalls was reine Haut angeht, muss ich das glücklicherweise nicht so oft. In diesem Fall habe ich weiterhin einen Primer auf die Augenlider aufgetragen, damit der Lidschatten auch hält. Eine Kombination aus zwei Nude-Farben (die hellere aufs ganze Lid, die dunkle in die Lidfalte) öffnet meine Augen optisch und ist gleichzeitig dezent, weil ich die Lippen richtig knallen lassen wollte. Aber dazu später.

Zuerst das Schwierigste: Die Wimpern. Welche aus Plastik gibt es für 'nen Appel und ein Ei in jedem Drogeriemarkt. Für meine Zwecke langen sie. Da ist auch jedes Mal ein Wimpernkleber dabei. Einfacher zu handhaben sind selbstklebende Wimpern. Aber die konnte ich dieses Mal nicht finden. Außerdem kann man sie nicht so oft nutzen. Dieses Paar hier schnitt ich dann auseinander und klebte die Enden auf meine bereits geschminkten Augenlider (noch mal nachschminken ist essentiell!). Mit einem kleinen Plastikstäbchen, das in der Packung mitgeliefert wurde, verschob ich die Ungetüme an die richtigen Stellen. Für mich ist es einfacher, den Kleber auf den Wimpernrändern und nicht direkt auf dem Auge aufzubringen. Aber da geht es jedem anders. Probiert es einfach mal! Ein paar Sekunden Trocknen reicht schon aus. Dann kann es weitergehen. Erstmal einen flüssigen Lidstrich auf das Oberlid, der zum Ende hin nach oben ausläuft. Marilyn wäre stolz auf mich! Dann falsche Wimpern und die echten tuschen, tuschen, tuschen. Aber ebenfalls nur oben! Und schon sind die Augen fertig. 

Um den Look abzurunden, habe ich mit einem Augenbrauenstift meine Augenbrauen aufgefüllt. Ihr solltet unbedingt darauf achten, hier den richtigen Farbton zu treffen. Ihr wollt ja keine Balken im Gesicht, oder?
Die Lippen habe ich zuerst abgepudert, dann mit einem Umrandungsstift in der gleichen Farbe wie dem Lippenstift ausgemalt. So hält die Farbe garantiert die ganze Nacht. Abschließend trug ich, wie könnte es auch anders sein, den Lippenstift auf. Einmal auf ein Taschentuch beißen hilft, überschüssige Farbe zu reduzieren. Dann umschließt ihr noch einen Finger mit dem Mund und zieht ihn mit zusammen gepressten Lippen wieder heraus - so wird auch die Farbe entfernt, die sonst an euren Zähnen kleben würde. Gerade bei roten Lippen will das ja nun niemand! Und fertig ist der neue Look!

Ich muss sagen: Falsche Wimpern sehen nicht nur toll aus, sondern geben mir gleich ein innerliches Glamour-Gefühl. Die Anbringung ist allerdings ein wenig nervig und kompliziert, weshalb ich vermutlich nur alle Jubeljahre mal die Prozedur durchführen werde, die ich hier vorgestellt habe. Aber alles in allem Daumen hoch! Marilyn wusste, was sie tat! 


Vorher und Nachher // Before and after




Clearface-Puder - Manhattan Nr. 76 Sand
Eye Brow Stylist Augenbrauenstift - Catrice Nr. 030 Brow-n-eyed Peas
Absolute Nude Palette Lidschatten - Catrice
Master Duo flüssiger Eyeliner - Maybelline
They're real! Mascara - Benefit
Falsche Wimpern - Fingrs
Lipliner - Essence Nr. 10 Femme Fatale
Super Stay Lippenstift - Maybelline Nr. 540 Ravishing Rouge

1/10/2014

Der große Umzug


Ja, ja, ich weiß, gerade ist es ein bisschen leise um mich und meinen Blog geworden. Warum? Ich ziehe zum 1. Februar in meine erste eigene Wohnung! Wer jetzt denkt: Die faule Socke hat es sich fast 30 Jahre lang in Hotel Mama bequem gemacht, der irrt aber. Bisher war ich großer Fan des mondänen WG-Lebens. Ich habe in den letzten sieben Jahren in sechs WGs gewohnt und mit insgesamt 17 verschiedenen Menschen Brot & Bett geteilt. Okay. Nur Brot. Jeder hatte sein eigenes Bett. Und jetzt, endlich, mein eigenes Reich, auf 30 Quadratmetern! Wat bin ich uffjeregt! 

Da  die Wohnung ein Traum ist, das Platzproblem aber wirklich eines, möchte ich heute mal an dieser Stelle über meine Erfahrungen berichten und Tipps geben, wie ihr Umzüge (vor allem in kleine Wohnungen) am besten meistert. Los geht's!







Mein baldiges Ex-Zimmer (entschuldigt die Unordnung, aber die Betonung liegt auf "baldig"). 18 Quadratmeter. Küche und Bad exklusive. Da steht auch noch Zeug drin. Aber wie ihr hier schon sehen könnt: Jeder Quadratmeter ist genutzt. Mein neues Zimmer (ebenfalls Bad und Küche exklusive, aber viiiiiiiiiiiel kleiner): 17 Quadratmeter. Ergo: Ein paar Sachen müssen weichen. Vor allem, weil mein neues Reich ganz anders geschnitten ist. 
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Tipps für den schmalen Lebensraum:
- keine großen Möbel: Wir ihr sehen könnt, besitze ich das Monster aller Schnörkelbetten. Und das schleppe ich jetzt schon seit 15 Jahren mit mir rum. Von Umzug zu Umzug. Vorteil: Lässt sich prima auseinander bauen. Nachteil: Es ist RIESIG!!! Holt euch ein ganz normales Holzbett, wenn ihr wenig Platz habt. Denn diese Schnörkel winden sich in alle Richtungen und nehmen Raum.

- intelligente Raumaufteilung: Regale mit zwei Seiten, Vorhänge, Kommoden - nutzt alles als Raumtrenner, was geht. So könnt ihr ein gemütliches Wohn- und Schlafzimmer in einem schaffen. Ich persönlich bin kein großer Fan von Hochbetten, aber die Nützlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Vor allem, wenn ihr hohe Decken habt. Hab' ich nicht. Aber jeder Jeck ist anders!

- weg mit dem Mist: Alles muss raus, das ihr nicht mehr benutzt! Kleidung, die seit zwei Jahren im Schrank liegt und "vielleicht irgendwann mal wieder modern ist und außerdem war sie teuer und überhaupt" - weg damit! Möbel, die "ja noch gut sind" - raus! Kleinzeug aus Jugendtagen, Hefte aus der Grundschule, Hinstell-Zeug aus den 90ern - hinfort! Ihr braucht das nicht. Wirklich nicht. Und ich garantiere euch: Ihr werdet euch viel besser fühlen, wenn der Kram erstmal weg ist. Und vor allem: Wenn ihr wirklich umzieht, erleichtert das die Schlepperei ungemein.

Was bleibt: Erbstücke und Erinnerungen an Menschen, die euch lieb und teuer sind oder waren. Tolle 60s oder 70s-Stücke, die zeitlos sind. Das erste Kuscheltier.

Was geht: Krams, der nur herumsteht, weil ihr es einfach nicht über's Herz bringt, ihn wegzuwerfen. Der Pulli von Mama zu Weihnachten, den sie euch in kurzzeitiger Geschmacksverirrung unter den Baum gelegt hat. Häkeldeckchen von Oma, die es nur gut meinte. Leichtbau-Möbel, die schon völlig verkratzt oder beschädigt sind.
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Tipps für den schmalen Geldbeutel:
- Kleiderkreisel: auf dieser Plattform könnt ihr nach Herzenslust tolle Kleidung an- und verkaufen. Schnapperl inklusive!

- Givebox: Hat eure Stadt auch so was? Ein Raum, der immer offen steht und in dem ihr euer nicht mehr gewolltes, aber noch gutes Zeug loswerden und euch dafür nach herzenslust an Neuem bedienen könnt? Toller gemeinnütziger Gedanke! Auch Bücherschränke funktionieren nach dem gleichen Prinzip.

- Flohmarkt: Darüber muss ich euch nun wirklich nichts sagen, oder? Ich zum Beispiel bin gerade dabei, mir auf sämtlichen Märkten ein tolles Strohblumen-Porzellanteeset in Indisch Blau zusammen zu kaufen. Im Internet: Unbezahlbar. Auf dem Flohmarkt bisher ausgegeben: 15 Euro für eine Kanne, ein Serviertablett, eine Tasse und eine Untertasse!

- Lastentaxi: Wer kein großes Auto (oder überhaupt keins, wie ich!) besitzt und wer sich einen Miet-Transporter nicht leisten kann, sollte sich nach Alternativen beim Umzug umsehen, die den Geldbeutel schonen. Ein Lastentaxi kommt zu der angegebenen Adresse, wird nach Kilometern bezahlt und gegen einen Aufpreis helfen die Fahrer sogar schleppen. Toll!

-Tausch- und Geschenkebörsen: Gerade in sozialen Netzwerken der Renner! Ich bin dort schon ein Telefon, Bilder und Möbel losgeworden. Und habe dafür einen pinken Drachen gewonnen, an den ich meine Ketten hängen kann. Win-Win würde ich sagen!