11/28/2013

Zeitreise in Beige


Körnige Bilder, überbelichtet und unscharf - vor 50 Jahren gab es keine Digitalkameras und jeder Schnappschuss wurde auf Film gebannt. Mit meinem OotD lasse ich diese Zeiten wieder auferstehen.











Cardigan - Michael Kors
Top - H&M
Pencil-Skirt - Orsay
Strumpfhose - Gina Tricot
Pumps - Cityline aus dem Reno

11/26/2013

Beauty Blogger Adventskalender

Ich möchte euch heute eine kleine Ankündigung machen. Ab dem ersten Dezember startet eine Adventskalender Aktion, bei der ich und ein paar andere Mädels abwechselnd jeden Tag einen Post zum Thema Weihnachten verfassen. Wir sind schon super gespannt, wie sich die Sache am Ende entwickelt und was daraus wird und hoffen natürlich, dass ihr uns fleißig unterstützt und euch über die Beiträge freut. Da wir keine zu große Gruppe werden wollten, sind wir ein Zusammenschluss aus 12 Mädels und ab dem 01.12. dürft ihr euch auf viel Weihnachtsaktion auf unseren Blogs gefasst machen. 



In unseren jeweiligen Postings werden wir auch immer den Blog des vorherigen Beitrags und des nachfolgenden Beitrags verlinken, damit ihr nichts verpasst.

Für den Fall, dass ihr neugierig geworden seid, liste ich euch hier schon einmal auf, bei wem ihr die jeweiligen Postings findet. Die Themen sind aber noch eine Überraschung!
1.12. - http://sabrina-will-bloggen.blogspot.de/
2.12. - http://themuffintop-less.blogspot.de/
3.12. - http://mademoisellelavande.blogspot.de/
4.12. - http://babsi-beauty-gossip.blogspot.co.at/
5.12. - http://luckandhappinessblog.blogspot.co.at/
6.12. - http://elisaskunterbuntewelt.blogspot.de/
7.12. - http://gooldenbird.blogspot.de/
8.12. - http://www.bearnerdette.de/
9.12. - http://www.rosa-woelkchen.blogspot.co.at/
10.12. - http://glam-masquerade.blogspot.de/
11.12. - http://billchensbeautybox.blogspot.de/
12.12. - http://luckandhappinessblog.blogspot.co.at/
13.12. - http://gooldenbird.blogspot.de/
14.12. - http://www.bearnerdette.de/
15.12. - http://menarelikenailpolishes.blogspot.de/
16.12. - http://billchensbeautybox.blogspot.de/
17.12. - http://themuffintop-less.blogspot.de/
18.12. - http://glam-masquerade.blogspot.de/
19.12. - http://mademoisellelavande.blogspot.de/
20.12. - http://babsi-beauty-gossip.blogspot.co.at/
21.12. - http://www.rosa-woelkchen.blogspot.co.at/
22.12. - http://menarelikenailpolishes.blogspot.de/
23.12. - http://elisaskunterbuntewelt.blogspot.de/
24.12. - http://sabrina-will-bloggen.blogspot.de/

11/25/2013

Der Lawrence


Es kam, wie es kommen musste: Die Haare sind kaputt. Unrettbar. Ein Vogelnest. So kam es, dass ich bei der Frisörin meines Vertrauens, der lieben Banu, auf dem Stuhl saß und sagte: "Das ist ekelig. Mach das weg!" Und da Banu eine Virtuosin des Kurzhaarschnittes ist, der ich auch schon Knaller wie "Den Ginnifer" und "Den Williams" zu verdanken hatte, entstand nun auf meinem Kopf der gerade wahnsinnig beliebte "Lawrence". 


Copyright Checo Che


Ein Zufall, doch einer, gegen den ich nichts habe, gibt es doch schlimmeres, als die Haarpracht von Jennifer Lawrence auszuführen (wer "Winter's Bone" und "Silver Linings" noch nicht gesehen hat, sollte spätestens jetzt in die Videothek rennen. Los!). Und so sind wir wieder da, wo wir vor einem Jahr waren. Aber dieses Mal komplett ohne Farbe auf dem Kopf. Denn ab jetzt heißt es: "Entweder Tönung oder nix." Denn das Projekt "Back to the roots" ist noch lange nicht aufgegeben...








Sind sie nicht schön? Und so gesund? Ich werde demnächst mal einen Post präsentieren, in dem ich mindestens zehn verschiedene Frisuren vorstellen werde, die man alle aus kurzem Haar machen kann. 

Und ja, ich trage ein "Wolverine" T-Shirt. Aus Schottland. Von Primark.

11/19/2013

Black Wedding


Ich freue mich ganz besonders, heute zum ersten Mal einer Gastbloggerin die Tastatur zu überlassen: meiner Freundin Lena, die sich zu einem Beitrag über ein ungewöhnliches und traditionelles Modethema überreden ließ. Aber lasst euch von ihren eigenen Worten überraschen! Ich bin weg...


Der schönste Tag im Leben sollte ja bekanntlich die eigene Hochzeit sein. Manche finden ihn so schön, dass ihnen einmal nicht reicht: Liz Taylor hat es bekanntlich auf „acht schönste Tage im Leben“ gebracht. Die Ehemänner der Taylor wechselten, aber eins blieb stets gleich: Immer traute sie sich in Weiß. So sieht man an diesem Beispiel, dass Weiß, die Farbe der Unschuld, Freude und der Unendlichkeit schon seit längerer Zeit für die Frau am Tag ihrer Eheschließung geradezu ein Muss war.

Die britische Königin Victoria, die 1840 ihren Traumprinzen Albert von Sachsen-Coburg & Gotha heiratete, brachte das weiße Brautkleid in Mode. Von nun an heiratete die adelige Oberschicht in Weiß und selbst wenn es im gemeinen Volk noch etwas dauerte, setzte es sich dort spätestens in den 20er Jahren auch in den Städten durch.

Auf dem Land, wo selbst heute manche Mode nie ankommt und manche überhaupt nicht verschwindet (ich erinnere hier an dieser Stelle daran, dass ich erst vor kurzem mit Entsetzen feststellen musste, dass in manchen Regionen noch Vokuhila modern ist!!), hielt sich die traditionelle, bäuerliche Weise, sich zu kleiden, noch bis in unsere Tage vereinzelt. So ist es nicht verwunderlich, dass im Raum Marburg bis Ende der 50er Jahre noch in Tracht geheiratet wurde. Und dort ist das „Brautkleid“ nicht etwa weiß, sondern überwiegend schwarz!



Die dunkleren Farben deuten auf einen Trauerfall in der Familie hin


Das hat folgenden Hintergrund: schwarz ist seit jeher eine besondere, stolze Farbe. In schwarzen Kleidern besuchte man die Messe und unterstrich somit den feierlichen Ernst, der damals überwiegend der Kirche (egal welcher der christlichen Religionen) entgegengebracht wurde. Vor 100 Jahren und auch noch früher hatte die überwiegende Landbevölkerung kein Geld sich ein Kleid extra und einzig nur für den Hochzeitstag zu kaufen oder in den meisten Fällen zu nähen. So wurde das stolze, schwarze Kirchenwerk mit einigen Accessoires zum Brautkleid.




Ein Kleid im eigentlichen Sinne war es auch nicht. Vielmehr bestand der Hochzeitsstaat aus einem schwarzen Rock, Unterröcken, einem schwarzen Leibchen und einer schwarzen Jacke. Wie es bei Trachten allgemein üblich ist, durfte auch hier eine Schürze nicht fehlen. In diesem Fall war sie aus feinstem, schwarzen Atlas und am Saum wurde mit Perlen kunstvoll der Name der Trägerin eingestickt. Um doch noch ein klein wenig Weiß zu haben war wenigstens das lange Spitzenunterhemd in dieser Farbe und ein kunstvolles mit Weißstickerei verziertes Brusttuch.

Die katholische Tracht des Marburger Landes war seit je her farbenfroh, so ist es kaum verwunderlich, das auch bei der Brauttracht einige bunte Akzente gesetzt wurden. Über das weiße Brusttuch wurde eine geblümte, bunte Bänderkonstruktion, Quast im Volksmund genannt, gelegt. Dieser war gewöhnlich mit allerlei Kreuzen und Heiligen-Medaillen verziert, was die außerordentliche Frömmigkeit der Leute früher unterstreicht.




Das Highlight einer katholischen Trachtenbraut war aber die Brautkrone. In unseren Augen heute durchaus als kitschig und eher in der orientalischen Richtung beheimatet, war damals der Besitz einer solchen Brautkrone ein Statussymbol, wie heute etwa einem BMW M3 gleichzusetzen. Denn nur die reicheren Bauerstöchter konnten sich eine solche Brautkrone, die aus allerlei Flitterkram, Perlen und künstlichen Blumen besteht, leisten. Als eine Art Schleier wurden die gleichen geblümten Bänder, die schon als Quast über die Brust hingen, über den Hinterkopf gelegt. Je nach Wohlstand der Braut waren es neun bis 13 Stück.




Wer schön sein will muss leiden, davon konnte eine Trachtenbraut ein Lied singen, denn um die Brautkone am Kopf zu befestigen, musste diese an den Haaren fest genäht werden!! Einmal richtig angenäht, hielt sie aber auch den ganzen Tag perfekt und das war auch nötig, denn der Hochzeitstag begann schon vor dem Frühstück mit einer Brautmesse und zog sich bis weit nach Mitternacht hin. Und wer dachte, dass das Wechseln des Brautkleides nach der Kirche eine neue dekadente Mode von Kate Middelton und Madeleine von Schweden ist, irrt sich. Denn auch die Trachtenbraut hat sich bis zu dreimal am Tag umgezogen! Denn bei einem großen Fest wie der der Hochzeit wollte man zeigen, was man hat. Dabei wurde es auch wieder bunter. Schwarz wurde abgelegt und stattdessen ging es mit den Farben Blau, Grün und Rotbraun weiter. Die Brautkrone blieb aber jedes Mal an Ort und Stelle und durfte nach altem Volksglauben erst nach Mitternacht abgezogen werden, denn sonst bringe es Unglück.

Die Zeit vergeht, alles verweht und so ist es kaum verwunderlich, dass auch diese Brautmode längst der Vergangenheit angehört. Mag es daran gelegen haben, dass es schlicht und einfach unbequem war (obwohl manches Brautkleid von heute auch alles andere als bequem ist!) oder dass selbst in der staubigsten Provinz einmal die Moderne einzieht (abgesehen von manchen Vokuhila-Regionen). So sieht man eine Trachtenbraut zu ganz wenigen Gelegenheiten wie Dorffesten oder wie in unserem Fall zur Eröffnung des Dorf- und Trachtenmuseums in Roßdorf bei Amöneburg. Zu diesem feierlichen Anlass hatte ich nämlich die einmalige Gelegenheit, einen Brautzug zusammenzustellen, wie er noch in den 50er Jahren zu sehen war. 




Ich kann euch sagen, das war ein riesen Spaß, zumindest für mich, aber ich war ja auch nicht die Braut. Das habe ich meiner süßen Schwester überlassen und die Arme bekam tatsächlich die Haare angenäht (!) und ihr Outfit wurde mit allerlei Nadeln zurecht gesteckt, so dass sie mich ein wenig an ein Nadelkissen erinnerte. Das ganze Dorf hat mitgemacht und an diesem einen Tag Ende September waren alle Frauen, Mädchen und Omas stolz auf unsere Roßdorfer Tracht und haben nur zu gerne einige Stunden in der eher unbequemen Kleidung verbracht.




Was von diesem Tag blieb, ist zweifellos die Freude, die alle hatten, aber auch das Bewusstsein, dass es nicht immer ein Dirndl sein muss, denn unsere Tracht ist auch etwas ganz Besonderes. Im Museum kann man sich nun die Brauttracht von früher und allerlei andere kuriose Kleidungsstücke aus früherer Zeit ansehen. Zum Beispiel handgenähte Schuhe, wobei es keinen linken und keinen rechten Schuh gibt, was sicher nicht so gut für die Füße war. Ich bin ganz begeistert von der Schönheit der überwiegend handgenähten Dinge, bewundere die Kleidung von früher, bin aber mehr als froh, dass ich bequeme Turnschuhe trage.


Die männliche Tracht

Ein Fronleichnams-Altar von Anno Dazumal

Dorf- und Trachtenmuseum Roßdorf
Haus der Vereine
35287 Roßdorf
Termine nach Absprache: Heinrich Ried, 06422/3575

11/12/2013

Mein Freund, der Baum


Diese Birke hat dem Abholz-Wahn meines Vaters getrotzt und ist aus dem Baumstumpf wieder neu erwachsen. Nehmen wir uns alle ein Beispiel an der Birke! Ach ja, und ich habe ein Leoparden-Kleid...









Mantel - H&M
Leoparden-Kleid - Dorothy Perkins
Cardigan - Gina Tricot
Stiefelletten - Kleiderkreisel

11/08/2013

Thigh Gap - WTF?

Liebe Muffinchens,

heute möchte ich mal ein ernsteres Thema ansprechen, auch wenn es im ersten Moment eher lachhaft klingt. Erst vor kurzem wurde ich auf die Problematik des "Thigh Gap" aufmerksam. Das ist irgendwie total an mir vorbei gegangen. Warum? Weil das kompletter Bullshit ist! So einen Blödsinn habe ich ja noch nie gehört. Geschweige denn darüber nachgedacht.

Was zur Hölle ist das "Thigh Gap"? 

Kurze Aufklärung für diejenigen unter euch, die von diesem schwachsinnigen Phänomen noch nie gehört haben: Das "Thigh Gap" ist die Lücke zwischen den Oberschenkeln unterhalb eures Beckens. Wäre die Lücke, muss man in meinem Fall sagen. Hab ich nüscht. Möchte ich auch nüscht. Warum sollte ich auch? Warum sollte das irgendwer?


I've missed you von Seth Anderson - Schaufensterpuppen sei das "Thigh Gap" erlaubt


Aber jetzt kommt's dicke! Millionen von Frauen WOLLEN DAS! Warum? Weiß der Teufel. Ist ein Schönheitsideal. Vielleicht denken sich viele: Models haben das oft. Wenn Models das haben, will ich das auch. Aber ich wünsche mir ja auch keinen Porsche Panamera, weil Gisele Bündchen den vielleicht fährt (keine Ahnung, ob Gisele Bündchen einen Porsche Panamera fährt. Oder ein "Thigh Gap" hat. Das ist nur ein Beispiel und dient der Illustration. Sorry, Gisele, nix für ungut!). 

Ey, ganz ehrlich: Lange, lockige Haare, okay. Ebenmäßige Gesichtszüge, meinetwegen. Und wer's unebdingt braucht, ein flacher Bauch. Jeder so, wie es ihm gefällt, verstehe ich ja. Aber wie um alles in der Welt kann eine Frau allen ernstes sagen: "Meine Problemzone? Oh, mein 'Thigh Gap'. Das könnte größer sein. Nur noch drei Zentimeter, dann habe ich mein Ziel erreicht und bin endlich mit mir zufrieden." Hallo? First world problems?

Lasst euch da nicht reinziehen!

Mal ganz davon abgesehen, dass ich diese Haltung nicht verstehe. Ich muss ja nicht alles verstehen. Aber für viele Frauen ist diese Beinlücke auch einfach total utopisch. Wenn wer X-Beine hat, weil seine Knochen so stehen, dann geht das eben nicht. Genausowenig, wie eine Frau auf magische Weise plötzlich kleinere Füße bekommen könnte. 

Möglicherweise ist auch das Becken nicht breit genug. Kann es geben. Dann ist es eben Essig mit dem 'Thigh Gap'. Das hat nichts mit Disziplin oder Sport oder -am allerschlimmsten- Diät zu tun. Deshalb, bitte, Mädels dieser Welt: Lasst euch nicht einreden, eine Lücke zwischen den Oberschenkeln wäre erstrebenswert oder ein Muss. Erstebenswert ist Mitgefühl, inneres Wachstum ein Muss (und von mir aus auch ein Paar Christian Louboutins..). 

P.S.: Entschuldigt die Kraftausdrücke. Aber wenn ich finde, dass etwas Mist ist, dann sage ich das auch, ohne es zu beschönigen. Und das "Thigh Gap" (sagt das mal dreimal schnell hintereinander...) gehört in die Top Ten!


Abbildung aus dem Brockhaus & Efron Encyclopedic Dictionary von Mary Margret - Es kommt halt auf's Innere an...

11/07/2013

Haarzauberei & Zombieparty


Tja, da haben wir es wieder: Das leidige Thema mit den Haaren. Ihr erinnert euch: Ich möchte meine Naturhaarfarbe zurück. So weit, so gut. Die Farbe, die ich euch in meinem letzten Post zu dem Thema präsentiert habe, war aber leider sehr grünstichig. Und dunkel. Meine Mitbewohnerin nannte es: "Auf deinem Kopf feiern Zombies eine Party." Nicht sehr schmeichelhaft. Eine rauswaschbare Tönung mit Rotanteilen nütze genau eine Haarwäsche lang etwas. Verdammt. Ein Überfärben mit Herbstgold, meiner Go-To-Rotfarbe aller Zeiten, verbesserte die Situation etwas, doch noch immer kam mir alles einfach zu dunkel vor. Ich sehe so, im Ruhezustand, sowieso immer schon zu Ernst aus (die zauberhafte Anna Paquin nennt es knallhart "Bitchy-resting face"). Das muss ich nicht noch mit meinen Haaren untermalen. Morticia Adams, anyone?

Is it magic?

Ich surfte also so im Internet, schaute mit Tipps gegen Überfärben an, las Haarprodukt-Tests... und dann gab mir die liebe Sabrina von Sabrina Bloggt folgenden folgenschweren Tipp: Colour B4. Ich las mich ein... und konnte gar nicht glauben, was der Hersteller verspricht.



Colour B4 Extra


Colour B4 soll die Original-Haarfarbe wieder herstellen. Ohne Ammoniak und Aufheller, wie es die Packung schon verkündet. Colour B4 soll weniger schädlich als Wasserstoffperoxid, also Bleiche, sein. Und auf jeden Fall funktionieren (das laut einhelliger Meinung der Blogger-Gemeinschaft. Ich glaube, nur eine der Dame hatte schlechte Erfahrungen gemacht. Alle anderen sangen Loblieder.). Natürlich funktioniert es nicht, wenn man die Haare vorher schon mal gebleicht hat. Denn damit hat man ihnen ja sämtliche Farbmoleküle entzogen. Im Prinzip ist es also so, dass Colour B4 im krassesten Fall mein Weißblond wieder herausgekitzelt hätte, nicht aber meine Geburtshaarfarbe. Wollte ich aber nicht. Glaubte ich allerdings auch nicht dran, an diese extrem unwahrscheinliche Möglichkeit. Ich dachte, das wird ein bisschen heller und gut is'. Little did I know... 



Zombies auf'm Kopf a.k.a. vorher

 
Aber was soll's. Selbst, wenn ich zufrieden mit meiner derzeitigen Haarfarbe gewesen wäre, hätte ich das Produkt ausprobieren wollen. Denn ich probiere einfach alles aus. Man lebt nur einmal. Ein Mittel, das die Farbe im Haar bindet und danach samt Partikeln einfach ausgespült wird? Her damit. Aber erst mal zur Anwendung.

How to

Es gibt Colour B4, wenn man sich die Haare nur einmal übergefärbt hat, oder Colour B4 Extra, für hartnäckige Fälle (so wie ich einer bin). Kostet... hm, was habe ich bezahlt? Ich glaube 12 Euro. In der Drogerie. Das läuft so ab: Man mixt Flasche A und Flasche B (wie eine normale Haartönung oder -färbung.). Dann ab damit auf's vorgewaschene, trockene Haar. Das ist wichtig, denn je mehr Produktrückstände, desto schwieriger hat es Colour B4, da durchzudringen. Meine Erfahrung: Es brennt nicht, stinkt aber. Nicht soooo schlimm. Aber es stinkt.

Ich habe dann eine Plastiktüte über mein Haupt gestülpt und drüber geföhnt. Wärme aktiviert die Entwicklung. Anschließend hieß es Warten. Eine Stunde lang. Das Nicht-Extra-Produkt lässt man nur 30 Minuten drauf, glaube ich. Durch die Plastiktüte konnte ich dann beobachten, wie mein Haar immer heller wurde. Erst war es sehr orange, dann wurde es gelb... ich stand tausend Tode aus. Aber ich blieb dabei, der Anleitung zu folgen. Wer A sagt...

Nach einer Stunde spülte ich, wie vorgegeben, den ganzen Kladderadatsch fünf Minuten lang aus. Ich merkte dabei schon, wie absolut angegriffen sich alles auf meinem Schädel anfühlte. Sogar meine Kopfhaut war taub. Deshalb bin ich mir der angeblich schonenden Wirkung nicht soooooo sicher. Gesund war das bestimmt nicht. Dabei will ich doch unbedingt jetzt eine gesunde Haarpolitik fahren. Naja. Zu spät. Wer wissen möchte, aus was das Zeug besteht, wird hier fündig.

Weiter im Text: Nach fünf Minunten schäumte ich mit Flasche C das Haar auf, ließ es eine Minute einwirken und spülte dann noch einmal für fünf Minuten. Danach noch einmal mit C waschen, normal ausspülen und fertig.

Auf der Zielgeraden

Ich frottierte mir die Haare und lugte vorsichtig unter das Handtuch. Bevor ich mir eine Meinung erlauben wollte, föhnte ich erstmal. Und rannte dann wild fuchtelnd und unkontrollierbare Laute ausstoßend in das Zimmer meiner Mitbewohnerin. Denn auf meinem Kopf war ein Wunder geschehen! Sooooo hell. Natürlich nicht wie vorher (denn dann wäre die ganze Zurück-zur-Naturhaarfarbe-Aktion ja umsonst gewesen). Aber mit diesem Effekt hätte ich niemals gerechnet. Hätte es dieses Mittel in meinen aktivsten Haareumfärbe-Zeiten vor zehn Jahren schon gegeben, ich hätte mir einen Jahresvorrat angeschafft. Und viel Frisörgeld gespart. Andererseits jetzt dann vielleicht eine Glatze. Denn noch einmal: schonend ist anders...

Erste Hilfe war nicht zu vermeiden. Ich klatschte also eine ganze Ladung Arganöl auf meinen Kopf und ließ es über Nacht einwirken. Arganöl hilft einfach gegen alles: Pickel, Hautunreinheiten, trockene Haut, trockene Fingernägel, trockene Lippen, trockene Haare... Ich schwöre auf das Zeug. Ist zwar auch ziemlich teuer, aber ich habe gesehen, dass es heutzutage in fast allen neuen Haarölen enthalten ist. Also vielleicht tut es so eins aus der Drogerie auch. Müsste ich mal austesten bei Gelegenheit.

Aftermath

Zurück zum Thema: Am nächsten Morgen war alles okay. Naja. Kaputt sind sie schon, die Tressen. Aber waren ja vorher auch nicht in bester Verfassung. Die Spitzen sind arg trocken. Kriege ich aber mit entsprechender Pflege wieder hin. Ich würde sagen, nicht mehr kaputt als hätte ich sie gebleicht. Also kommt Bleichen vs. Colour B4 auf's Gleiche raus, was die Wirkung auf die Konsistenz betrifft. Dafür hätte ich durch Bleiche jetzt vermutlich einen Orange-Stich im Haar, der sich gewaschen hat. Oder Grün. Oder Pink. So sieht es toll aus. Ich bin sehr zufrieden. Lass' ich auch jetzt die Finger von. Nur ein schönes Rotshampoo, für den Übergang, habe ich noch gekauft. Weil mein Ansatz eher goldig und nicht kupferig ist. Jetzt dürfte dem Rauswachsen eigentlich nichts mehr im Wege stehen... außer meiner Unzufriedenheit. Werde ich es durchstehen?

Ach ja: Ihr seid sicher gespannt, wie es denn nun aussieht. Ich will euch nicht länger auf die Folter spannen: Ta-DA!


Okay, vielleicht doch 'nen TICKEN heller als geplant...



 
Doof, dass ich kein direktes Vorher-Bild vorzeigen kann. Sie waren nämlich noch um einiges dunkler als auf dem Foto oben und viel rötlicher. Aber krass, oder? Ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein. Die leichten Stiche, die es noch im hellen Licht hat, gehen beim Waschen raus. Ein bisschen rötlicher dürfte es auch sein (ich alter Rot-Fanatiker), aber ansonsten bin ich zufrieden. Zum Rauswachsen lassen... mal sehen was oben nachkommt. Wenn die Farbunterschiede zu heftig sind, reden wir nochmal.

11/06/2013

November Wunschzettel


Es ist wieder so weit - wofür könnte ich denn in diesem Monat mal mein Geld ausgeben? Nein, die Weihnachtsgeschenke für meine Lieben verrate ich euch nicht (Lieben lesen mit), aber vielleicht findet ihr doch unter den Stücken, die ich mir wünsche, was passendes für euch.



Motorrad-Leggins von Zara
Schwarze Pumps von Buffalo
Cocktailkleid von Made in Italy über stefaniesSTYLE
The Music of Nashville: Volume 1 über amazon
The Snow White Pendant - Merrin & Gussy




Und jetzt (und nur weil ich gerade süchtig nach Nashville bin) - ein Video von Connie Brittons Haaren (die ich heiraten würde, wenn ich könnte - die Haare, nicht die Connie. Ach was! Die Connie auch!):





Video - People / youtube