10/31/2013

From Hell

Es ist Samhain, die Nacht im Jahr, in der die Grenzen zwischen unserer Welt und die der Geister, Dämonen und Kobolde transparent werden. 

Denn heute ist es nicht der Wind, der vereinzelte Blätter durch dunkle Gassen weht, die leise rascheln, während ihr vorbei geht. Das redet ihr euch nur ein. 

Es ist kein Ast, der -tapp, tapp, tapp - Stakkato gegen eure nachtblinde Scheibe klopft. Glaubt das nur nicht. 

Lasst um Himmels Willen heute Nacht nicht eure Füße über die Bettkante hängen! Nicht heute, nicht an Samhain, ich bitte euch inständig. Es könnte euer Verderben sein, liebe Kinder. 

Denkt an meine Worte und schließt jetzt brav eure Äuglein... nur nicht zu fest, denn der Schatten in der Ecke, der durch ein Spiel von Mondlicht und Straßenlaterne erzeugt wird, ist nicht eure Lieblingsjacke. Nicht an Samhain...










10/26/2013

Back to the roots

Da ist er, der angekündigte Blog-Beitrag zu meinem Haar-Projekt. Ich möchte meine momentane mittelange Pracht nicht mehr färben. Nie wieder. Der Grund: Farbe, Tönung oder Bleiche können nicht gesund sein, weder für Kopfhaut noch für die Nieren. Wenn ich von euch jetzt ein: "Was für eine Erkenntnis!" mit einem starken ironischen Unterton vernehme, habt ihr natürlich recht. Neu ist diese Info nicht. Und natürlich gibt es auch schonende, natürliche Verfahren, die Farbe, mit der die Genen einen gesegnet haben, abzuändern. Aber ich bin es auch leid. Immer zum Frisör oder zur Drogerie, Geld ausgeben, doch nicht so ganz zufrieden sein, die Augenbrauen passen nicht zum Gesamtbild... Also ein für alle Mal: Ich liebte meine roten Locken. Und wenn ich an meine weißblonden Haare zurückdenke, werde ich auch diesen Look nicht bereuen. Aber jetzt gebe ich der Natur eine Chance! Los, Natur: Zeig' mir, wie ich eigentlich aussehen sollte!




Das bin ich, ca. 1987 würde ich schätzen. Ob sich diese Farbe unter den Schichten aus Schwarz, Bleiche, Braun, Bleiche, Rot, Bleiche versteckt hält? Oder werden sie so nachgedunkelt nachwachsen, dass ich jetzt eine Brünette bin? Ich hoffe, dass sich zumindest der goldige Schimmer halten wird, denn Braun war nie so meins. Wir werden sehen und ich werde berichten (aber war ich nicht ein süßer Fratz? Na? Na?).




Aber first things first. So sah ich noch gestern aus. Habe ich ganz gut weiß bekommen, oder? Ich mochte es auch seeeeeeeeeeeeeeeehr! Aber alle drei Wochen Ansatz färben, Holla die Waldfee! Mein armer Skalp brannte wie nach einer Brennessel-Kopfhautbehandlung. Also weg mit den ganzen Utensilien zur Schneekönigin-Behandlung (und als Bonus ist auf meinem Badezimmer-Regal plötzlich viel mehr Platz!) und ein letztes Mal in die Drogerie.





Da ich in der Vergangenheit immer gute Erfahrung mit dieser Marke hatte (denkt dran,  ihr falschen Rotschöpfe - Herbstgold ist DER Shit!), habe ich zu diesem Dunkelblond gegriffen. Farbe musste es noch einmal sein, denn da mein Haar so Ton-resistent ist, hätte eine Tönung vermutlich nicht gehalten. Eventuell wird es sich auch jetzt noch ziemlich auswaschen, deshalb werde ich wohl um eine Schaumtönung ab und an nicht herum kommen. Aber anders wird es nicht gehen. Denn der Grünstich lauert überall, vor allem, wenn man ein aschiges Blond über ein Weiß färbt. Ich möchte ungern mit einer auf Rotpartikeln basierenden Farbe arbeiten, denn dann hätte ich wieder das Problem mit den nicht übereinstimmenden Ansätzen. So lange das Grün nicht überwiegt und keiner mich drauf anspricht, werde ich mit einem leichten Schimmer leben können. Aber es sollte nicht zu grinchig werden und deshalb muss eine Schaumtönung her. Jemand Empfehlungen?




Ta-DA! Fertig. Ja, ich weiß, dass ich auf den Fotos wie der Tod auf Urlaub aussehe. Durch den Blitz habe ich einen starken Bette-Davis-in-Was geschah wirklich mit Baby Jane?-Vibe. Aber wenn wir das ignorieren, bin ich farbtechnisch doch sehr zufrieden. Es kommt ganz gut an meine Kindheits-Tönung heran, wobei es eventuell noch ein wenig zu hell ist. Wenn ich den Farbverlust beim Waschen mit einrechne, muss wohl tatsächlich eine weitere Tönung her. Aber erstmal ein paar Tage abwarten und Tee trinken. Sobald ich einen erwähnenswerten Ansatz habe, folgt der nächste Post zum Thema. Aber jetzt ist erstmal pflegen, pflegen, pflegen angesagt. Eine wunderbare Ausrede, um mal wieder bei Lush shoppen zu gehen!

10/21/2013

Lieber Hosenträger


... als gar keinen Halt! Ich habe meine Liebe zu diesen tollen Schnallenhaltern wieder entdeckt. Als Kind war ich schon immer fasziniert von Hosenträgern und jetzt haben sie einen Ehrenplatz in meinem Kleiderschrank erhalten. Für immer.







Outfit - H&M
Sneakers - Deichmann

10/18/2013

Inspiration: Marilyn






Copyright Marine Corps Archives & Special Collections

Die schönste Sache der Welt


Nämlich Essen! Heute geht es nur ums Essen. Was ich den ganzen Tag könnte. Meistens auch tue. Bei meiner Familie bin ich bekannt als "die Wanderheuschrecke". Wenn ich zu Besuch war, sind die Schränke leer. Ich möchte euch in diesem Post zwei tolle Tipps zum Außerhalb-Essen und zwei zum Zu-Hause-Futtern geben. Da ist für jeden was dabei.




Mein kürzlicher Besuch der 43.000-und-Einsten Einwohnerin von Brühl führte uns nach einer (feucht-)fröhlichen Nacht am nächsten Morgen (okay, geben wir es zu: Es war 12:30 Uhr...) in die Innenstadt. In der Nacht zuvor entdeckten wir, dass es im Cafe Mäx Frühstück bis 14:30 Uhr gibt - topp und abgemacht und genau das Richtige also! Wir entschieden uns nach Sondierung der Karte für ein Kreativfrühstück. Mit 11,50 Euro ein stolzer Preis, aber wir wollten es richtig krachen lassen! Doch beim Bestellen entspann sich folgender Dialog:

Bedienung: "Was darf's denn sein?"
Wir: "Zweimal das Kreativfrühstück, bitte."
Bedienung (zieht die Augenbrauen hoch): "Sicher?"
Wir: "Ähm... ja?"
Bedienung: "Nur weil... die meisten Gäste bestellen sich zu zweit nur ein Kreativfrühstück."
Wir: "Aber wir haben Hunger!"
Bedienung: "Also, das Kreativfrühstück... das ist schon viel..."
Wir (oh wie naiv): "Kann man da auch nachbestellen?"
Bedienung (mit leicht verborgenem Grinsen): "Das ist kein Problem."
Wir: "Also dann einmal das Kreativfrühstück."

Und dann kam das Kreativfrühstück: Brot und Brötchen, Schinkenröllchen mit Thunfisch-Creme, warme Hühnchenbrustscheiben in Curry, Sahnequark mit Cranberries, St. Albray, Serranoschinken, Walnusspesto und ein süßes, kleines Schälchen mit Chorizo-Scheiben. Kurz darauf folgte zusätzlich auch noch ein dicker Crepe mit Ahornsirup - und der Tisch war voll! Unsere Mägen kurz darauf übrigens auch. Ich glaube, ein oder zwei Brötchen blieben über. Das also zum Thema Nachbestellen. Meine Favoriten: Die Thunfisch-Creme, der Quark mit den Cranberries und der wunderbare, luftige, dicke, wohlschmeckende Crepe!!! Leckerleckerlecker! Zusätzlich ist das Ambiente gemütlich und die Bedienungen total nett und wenn ich in Brühl wohnen würde wäre ich jede Tag dort. So.

P.S.: 5,75 Euro pro Person für dieses Hammer-Frühstück ist übrigens der Schnapper schlechthin!




A propos Frühstück: Solltet ihr nicht die Gelegenheit haben, durch Brühl zu kommen, empfehle ich euch Paprika-Eier am Morgen. Denkbar einfach: Paprika in Ringe schneiden. Dabei darauf achten, dass ihr große Paprika nehmt, denn wenn sie zu klein sind, quillt die Masse des Eis darunter hervor, wie ihr in Ansätzen oben sehen könnt. Rein mit den Paprika in eine Pfanne, die Eier als Spiegelei hinein füllen und dann erhitzen. Wie ihr das perfekte Spiegelei hinbekommt, verrate ich unten! Wenn ihr wollt, würzt die Eier noch mit Pfeffer und Salz und Kräutern. Und fertig! Nicht nur ein leckeres und gesundes Frühstück, sondern die Augen dürfen auch mitessen. 




 
Eier, wir brauchen Eier. Ich bin ja großer Fan dieses tierischen Produkts. Denn es liefert wichtiges Lecithin (gut für die Leber!), macht Haut und Haare schön (durch Eiweiß und Schwefel) und wenn man nicht zu viele Eier am Tag futtert, ändern sie auch nichts am Cholesterin-Haushalt. Go, Ei!

Ich habe lange gebraucht, bis ich das perfekte Spiegelei hinbekommen habe. Aber wenn ich was will, bekomme ich das auch und setze alles dran. Und so, nach einem halben Jahr Trial and Error, könnt ihr nun das Produkt bewundern. Leider nicht probieren, aber ich versichere euch: De-li-zi-ös! 

Und so geht's: Herdplatte vorheizen und Olivenöl (was anderes kommt mir nicht ins Haus!) erwärmen. Stellt sie ruhig auf volle Pulle. Dazu muss ich sagen, dass meine Herdplatte einen direkten Draht zur Hölle hat. Sie ist also sofort sehr, sehr heiß. Ihr müsst euer Rezept natürlich eurer Herdplatte anpassen. Die Wärme ist nämlich das Entscheidende.

Dann ab mit den Eiern in die Pfanne. Eine halbe Minute auf voller Hitze lassen, dann die Platte herunterdrehen und die Eier ungefähr fünf Minuten auf niedriger Flamme durchköcheln lassen. Immer mal wieder mit einer Gabel an den Seiten hochheben, um sicher zu gehen, dass sie nicht anbrennen. Wenn das Eigelb noch leicht glibberig ist und nicht mehr von selbst verläuft, ist das Ei fertig, jedenfalls für mich. Ich liebe glibberig! Die Eier dann vorsichtig auf einen Teller gleiten lassen und die Resthitze nutzen, um dünnen Frühstücksspeck zu braten. Die dürfte ausreichen, damit er schön kross wird.

Wie man oben ein wenig sehen kann, habe ich mir zusätzlich frische Champignons angebraten, die ein wenig unter dem Ei hervor lugen. Und auch hier habe ich kräftig mit Pfeffer und Salz nachgewürzt. Die Küchenkräuter habe ich im noch flüssigen Ei angebraten. Variieren könnt ihr natürlich so, wie ihr wollt. Bin ja kein Despot!

Und ganz wichtig: Eier nur vom Bio-Hof kaufen!!! Alles andere, auch wenn Freilandhaltung drauf steht, ist Tierquälerei.




 
Last, but not least, ein Foto aus der Heimat. Im wunderschönen Marburg (Hessen) befindet sich mein kulinarischer Geheimtipp: Das schwedische Restaurant Edlunds. Ich bin großer Schweden-Fan (wer noch nicht in Stockholm war, sollte sofort einen Flug buchen. Vertraut mir!) und liebe das Essen der Nordländer. Und hier wurde ich nicht enttäuscht. Am Marktplatz in der Oberstadt verbrachte ich einen bauchfüllenden und geistig anregenden Abend mit meiner Bestie (nicht das Ungeheuer, sondern im englischen Sinne!). 

Als Hauptgericht ließ ich mir typisch schwedische Köttbullar (ausgesprochen: Schöttbullar) schmecken. Nur Original mit Rahmsoße, Preiselbeeren, Kartöffelchen und Salat (getoppt mit der leckersten Salatsoße, die ich jemals kosten durfte - Himbeer-Vinaigrette, mjam!). Kostenpunkt: 10,90 Euro.
Ich konnte nicht wiederstehen und gönnte mir als Nachtisch Våfflor - Waffeln mit den schönen Namen Drottning Silvia. Mit Königinsmarmelade (Drottningsylt) und Vanilleeis für 3,70 Euro. Ein Gedicht!
 
Im Restaurant fühlt man sich gleich sehr familiär aufgehoben. Die Küche ist teilweise einsehbar, die Bedienungen sehr freundlich und der schwedische Stil zieht sich durch das gesamte Lokal. Besonderer Eyecatcher: Auf den Toilettentüren befinden sich Bilder von Königin Silvia (für kleine Mädchen) und König Carl Gustaf (für kleine Jungs). Süß! Daumen hoch für Svenska!

10/08/2013

The Office

Gestern im Bett kam mir die Idee - Omas alte Bluse mit meinem neuen Rock vom Flohmarkt: Der perfekte Büro-Look! Und tatsächlich sieht das doch mal richtig ansehnlich aus, Kellekelle (hessischer Slang für: Donnerwetter!). Mein Tipp also an euch: Versucht einfach mal, alles zu kombinieren, von dem ihr nie gedacht hättet, dass es kombinierbar ist. Wirklich. Echt. Vertraut mir.










Bluse - Oma
Rock - Flohmarkt
Spangen Pumps - Deichmann
Blazer - H&M
Echtgold-Pferdekette von einem lang zurück liegenden Kindergeburtstag 
Ohrringe - Mama 

10/03/2013

Brühler Zwischenwelten


Zu kalt, als dass noch Sommer herrscht, aber die Blätterfarbe kündigt noch nicht Herbst an. Parka an, Parka aus. Eis und warmer Kaffee. In Brühl habe ich heute einen wunderschönen Tag in einer Welt zwischen den Jahreszeiten mit der 43.000-und-Einsten Einwohnerin verbracht, und zwar hauptsächlich im Schlosspark Augustusburg.

P.S.: Denkt nicht, ich hätte nicht Überschriften wie "Parka im Park" oder "Kühl in Brühl" in Erwägung gezogen...
























Parka ursprünglich - Esprit aus der Sozialistischen Selbsthilfe Köln
Pullover - H&M über den Kölner Stadt Flohmarkt
Hose - H&M
Stiefeletten - Zara über Kleiderkreisel
Tasche - Deichmann
Chandeliers - uralt
Marilyn Monroe-Ring - Kleiderkreisel

10/01/2013

Oktober Wunschzettel


Mein Lieblingsfeiertag nähert sich - Samhain, Allerheiligen, auch als Halloween bekannt. Uhuhu.. und das spiegelt sich auch ein bisschen in meiner diesmonatigen Wunschliste wieder!



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