4/28/2013

60s Party

Gestern hatte ich die Ehre, auf eine Geburtstagsparty eingeladen zu werden. Im kleinen Kreis mit Freunden, guter Musik und hammermäßigem Essen - und vorbereitet habe ich mich mit Bubikragen und einer Meeeeeenge Gummiband!


(Kleid von Atmosphere und Vintage, Jacke von H&M Divided, Leggins von H&M Divided, Brille von Vogue, Schuhe von Graceland, Ohrringe von meiner Schwester und Vintage, Nagellack von Flormar Nr. 314, Lippenstift von Maybelline - Super Stay 14 Hours Lipstick Infinitely Fuchsia)


Das Kleid hat nicht nur einen Bubikragen (O-Ton gestern Abend: Dir ist schon bewusst, dass das häääääääääääässlich ist. Steht dir gut, ist aber häääääääääääässlich - Bubikragen muss man entweder lieben oder hassen. Ich liebe ihn!), sondern ist auch mit Hunden bedruckt. Ein Traum also! Ich liebe ja Tierdrucke auf Klamotten. Keine Bilder oder Fotos, sondern diese Musterdrucke, wie sie eben das Kleid auch hat. Ich habe auch noch eins mit Schmetterlingen, das zeige ich mal wann anders. Ach ja, Größe 40.

Ansonsten, und was auch sehr wichtig ist für mich verfressenes Wesen, ist der Gummizug an der Taille. Allerdings birgt der auch das Problem, dass der obere Teil des Kleides dadurch ein wenig nach vorne absteht. Da das Teil mir aber so gut gefällt (Hallo?! Es hat kleine Hunde drauf!!!), nehme ich das runterzuppeln in Kauf, um den Ballonlook zu vermeiden.

Ein anderes Minus, das mich dieses Mal aber wirklich stört: Das Kleid zieht Fäden. Und leider sieht man das dann auch im Material, das sehr dünn und durchsichtig ist. Lange wird das gute Stück also leider nicht halten. Deswegen ziehe ich es auch nur alle Jubeljahre mal an. Da ich es aber mega günstig über Kleiderkreisel erworben habe, tut mir wenigstens nur mein Herz und nicht der Geldbeutel weh.

Die Durchsichtigkeit ist übrigens kein Problem: Das Kleid hat ein eingenähtes Unterkleid. Das ist leider aus ekligem Polyester, das knistert und an der Haut klebt. Aber zumindest kann keiner durchgucken. Und ich bin nicht so stoffempfindlich, wobei ich natürlich grundsätzlich Qualitätsstoffe bevorzuge. Aber mich überläuft es jetzt nicht kalt oder ich kriege Ekel, wenn ich es mit Polyester zu tun habe. 

Die Schuhe habe ich ebenfalls sehr sehr günstig bei Deichmann bekommen. Man kann sie zu allem tragen und je verlatschter sie aussehen, desto schöner werden sie. Obwohl sie schon ein Jahr alt sind und schon jedes Wetter mitgemacht haben, sind sie einfach nicht totzukriegen, ob Nässe oder Sand. 

Der Nagellack, mal wieder von Flormar, hat sich wie immer einfach auftragen lassen. Die richtige Farbintensität entwickelt er erst mit der zweiten Schicht, aber auch mit nur einer Schicht sieht er trotzdem toll aus. Ich finde die Flormar-Lacke ja grundsätzlich super, weil sie erstens lange halten und zweitens so einen tollen, schmalen Auftragepinsel haben. Kann ich jedem nur empfehlen.

Zum Schluss will ich noch kurz auf den Lippenstift eingehen. Normalerweise trage ich keinen. Wenn überhaupt, dann nur Lipgloss, aber selbst das futtere ich innerhalb einer Stunde. Deswegen lasse ich es meistens. Den hier habe ich aus Spaß an der Freude im Geschäft ausprobiert - und war sofort hin und weg! Pink ist eine Farbe, die ich vor 14 Jahren das letzte Mal getragen habe. Weil es Mode war. Und 1999. Und Buffy das auch gemacht hat. Außerdem war das ein ganz leichtes rosé damals. Oh mein Gott, ich muss euch ein Foto zeigen, wenn ich eins finde... Anyway, jedenfalls bin ich nun in einer festen Beziehung mit einem knallpinken Lippenstift, dem Essen und Trinken und anderthalb Stunden spazieren gehen nichts anhaben konnten. Und auf den Zähnen isser auch nicht gelandet. 100 Punkte! Mal sehen, ob ich mir nicht doch einige Exemplare dieser Spezies in anderen Farben zulegen werde. Man ist doch nie zu alt für Neues!

4/26/2013

Der Miranda

Liebe Freundinnen der Haarkultur: Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das uns alle angeht - den Miranda. Was ist der Miranda, fragt ihr euch? Dazu muss ich erstmal ausholen, aber wartet ab, es lohnt sich!
Letztes Jahr im Sommer hatte ich noch lange Haare, wie man hier sehen kann:





Okay, das ist schon noch länger her, aber so muss man sich das ungefähr vorstellen. Ein bisschen kürzer vielleicht. Jedenfalls "lang" in meinem Buch.


Aber dann habe ich mich verliebt! Unsterblich. In den Pixie von Michelle Williams.


About.com


Genau so wollte ich das haben und nicht anders! Schon seit Jahren habe ich über eine Kurzhaarfrisur nachgedacht, habe es mich aber nicht getraut. Doch dann dachte ich: Hey, Haare wachsen nach. Und außerdem werde ich mich, wenn ich es jetzt nicht tue, auch noch in zehn Jahren fragen, was wäre wenn? Also bin ich zum Friseur meines Vertrauens und das kam dabei heraus:















Toll, oder? Aber dann wurde ich Michelle untreu. Denn ich sah Ginnifer...












Fanpop



Kurz, kürzer, Ginnifer Goodwin! Haarliebe auf den ersten Blick! Und weil ich kein Feigling bin, sah ich nach dem nächsten Friseurbesuch dann so aus:





DAS war allerdings kurz. Hat einige Zeit gebaucht, bis ich mich dran gewöhnt habe. Zwar schön, aber machen konnte man damit nun wirklich nichts mehr. Also ließ ich alles langsam zurückwachsen, bis der Michelle-Williams-Haarzustand wieder hergestellt war.
Und da sind wir jetzt. Aber da ist noch lange nicht Schluss. Denn so sehr ich diese Frisur auch liebe - ich möchte endlich mal wieder Zöpfe machen und meine Locken rauskneten und Haarspangen tragen und mir den Wind durch die lange Wolle wehen lassen... Kurz gesagt, ich will mal wieder richtig Mädchen sein! Und genau das ist der Punkt, an dem der Miranda ins Spiel kommt. 

Wer kennt sie nicht, die toughe Anwältin aus Sex and the City? Die sich innerhalb der Serie von einer sehr kurzen Haarpracht mit viel Durchhaltevermögen zu halblangem Haar vorgearbeitet hat. Hier der Vergleich:


TV Fanatic
(vorher // before)

She knows
(nachher // after)


Und wenn ihr euch das erste Foto genau anseht, dann entdeckt ihr ihn sofort (dramatischer Trommelwirbel!!!) - den Miranda! Das ist der kleine Haarbürzel im Nacken, der als erstes lang wird und sich langsam aber sicher in einen Vokuhila entwickelt, der euch noch im hohen Alter auf Erinnerungsfotos heimsuchen wird. Und sollte euch jetzt noch nicht die Gänsehaut überlaufen, muss ich euch spätestens an dieser Stelle beknien: Solltet ihr auch eure Haare wachsen lassen wollen - VERMEIDET DEN MIRANDA UM JEDEN PREIS!

Ja, ich weiß, dass jeder Zentimeter zählt. Und ja, natürlich sehen die Haare jedes Mal kürzer aus, wenn ihr den Bürzel schneiden lasst - aber dafür seht ihr nicht aus wie ein Depp! Ganz klare Sache. Da gibt es keine Wahl: Der Miranda ist böse. Böse. Böse. Die arme Cynthia Nixon konnte sich vermutlich vertraglich nicht wehren. Aber ihr, ihr seid dazu in der Lage! Wenn ich es schaffe, könnt ihr es auch. Hier der Beweis:






Sieht doch viel besser aus, oder? Es ist also möglich - übrigens lasse ich jetzt seit Weihnachten wachsen. Mühselig und langsam ernährt sich das Eichhörnchen. 

Celebs 101
Aber wenn ich es noch ein bisschen länger aushalte, winkt der Mariska. Und der ist doch wirklich viel erstrebenswerter als der Miranda, oder?



Ich halte euch über den Wachstumserfolg weiterhin auf dem Laufenden. Mal sehen, ob ich dann doch nicht wieder der Pixie-Lust verfalle... 

Mad Men


In meinem ersten Post zeige ich euch ein Outfit, mit dem ich typischerweise an die Arbeit gehe - ich nenne es mein "Joan-Holloway-Hommage-Ensemble", angelehnt an Mad Men.

(Kleid von Zalando Essentials, Schuhe von SDS, Brille von Vogue, Ohrringe Uralt, Nagellack von Flormar, Nr. 392)


Wer die Serie kennt, weiß Bescheid. Wer nicht - hier ist die bezaubernde Christina Hendricks in ihrer 
Paraderolle!
Über Scheckys.com


Ich entschuldige mich jetzt schon mal für die schlechte Qualität meines Bildes, aber in meinem Zimmer herrscht ausschließlich Zwielicht (und deshalb auch sibirische Kälte). Aber ich denke, es geht.

Also, natürlich trage ich drunter meinen heißgeliebten Spanx. Für die, die es nicht wissen: Nein, Spanx macht nicht dünner. Da müsste ich mich schon in bester Scarlett-O'Hara-Manier in ein Korsett zwingen lassen. Er schiebt nur alle Röllchen in die richtigen Positionen. Windschnittig, würde der Autoliebhaber jetzt sagen.

Ansonsten ist das Kleid an den Ärmeln ein bisschen lappig, deswegen habe ich sie hochgerollt (sind 3/4-Ärmel). Die Enden von den Ärmeln liegen nicht eng an der Haut an, sondern gehen wie kleine Trompeten ein wenig auseinander. Das gefällt mir nicht so gut, aber mit Hochrollen sieht es doch spitze aus.

Unter dem Wasserfallkragen ist noch ein kleiner Brust-Sichtschutz eingenäht. Mal wieder völlig irrelevant für mich, weil meine Oberweite wie immer zu groß für diesen Sichtschutz ist. Aber naja, man will sich ja nicht beschweren, wenn Mutter Natur es gut gemeint hat. Und ich kann damit wirklich leben.

Der Stoff ist sehr dünn und auch angenehm im Sommer zu tragen. Die Farbe ist toll. Ich hätte es gerne noch mal in M anprobiert (habe mir jetzt Größe L bestellt), aber die war ja leider ausverkauft. Aber dann wäre es hinten vermutlich zu eng und überhaupt zu kurz gewesen. Also ich bin's zufrieden.

Sorry für den leicht rausgewachsenen Nagellack. Hätte eigentlich gestern neu lackieren müssen, was aber zu faul. Was man hier auf dem Bild leider nicht sieht - er hat auch noch bunte Glitzerpartikel, die nur in bestimmtem Licht aufleuchten. Und er ließ sich auch noch super auftragen - Daumen hoch, im wahrsten Sinne des Wortes!

Zu den Schuhen: Ich habe sie jetzt hier mal zum Zwecke der Schönheit angezogen und würde auch so in den Club gehen. Aber an der Arbeit habe ich das Kleid doch lieber mit flachen, schwarzen Ballerinas kombiniert (Werde in den nächsten Tagen mal ein Bild davon posten.). Um das ganze Outfit ein wenig downzunutten. So kann man ja nicht auf Arbeit gehen. Naja, kann man schon. Aber ich wollte es nicht übertreiben. Oder was meint ihr? Was ist "zu sexy"? Mit welchen Klamotten würdet ihr euch niemals auf die Arbeit trauen?